Vor dir erstreckt sich der Königspalast von Buda. Was du heute siehst, ist nur das jüngste von vielen Leben: Wenige Gebäude in Europa wurden so oft zerstört und wieder aufgebaut.

1Sieben Jahrhunderte Paläste

König Béla IV. ließ hier ab 1247 nach dem Mongolensturm die erste königliche Residenz errichten. Sigismund von Luxemburg machte daraus einen der größten gotischen Paläste Europas, und Matthias Corvinus füllte ihn nach der Heirat mit Beatrix von Neapel mit italienischer Renaissancekunst. 1541 kamen die Osmanen, und die christliche Belagerung von 1686 ließ den Palast in Trümmern zurück.

Maria Theresia ließ zwischen 1749 und 1769 einen Barockpalast bauen. 1849, während der Revolution, belagerten ungarische Truppen die österreichische Garnison, und ein Brand zerstörte einen großen Teil des Gebäudes. Miklós Ybl und danach Alajos Hauszmann erweiterten es auf seine heutige gewaltige Größe, die 1912 eingeweiht wurde. Die Belagerung von 1944/45 machte ihn erneut zur Ruine; er wurde in schlichterer Form wiederaufgebaut, die Außenarbeiten waren 1966 abgeschlossen.

2Was er heute beherbergt

Hier wohnt kein König mehr. Im Inneren befinden sich die Ungarische Nationalgalerie, das Historische Museum Budapest und die Nationalbibliothek Széchényi.

Geh um den Westflügel herum, dann findest du im Hof den Matthiasbrunnen: den König auf der Jagd und die schöne Ilonka, die sich in ihn verliebte, ohne zu wissen, dass er der König war.

3Worauf du achten solltest

  • Die Statue des Prinzen Eugen von Savoyen von József Róna, 1900 hier aufgestellt: der Sieger über die Osmanen bei Zenta.
  • Die grüne Kuppel, nach dem Krieg in anderer Form als das Original wiederaufgebaut.
  • Der Ausblick: Kettenbrücke, Basilika und Parlament in einem Blick.
Reiterstandbild des Prinzen Eugen von Savoyen vor dem Königspalast
Prinz Eugen von Savoyen von József Róna, mit Blick über Pest.

Belegt

Bélas IV. erste Residenz, Sigismunds gotischer Palast, der Palast des Matthias, der Barockpalast Maria Theresias, die Erweiterung durch Ybl und Hauszmann (eingeweiht 1912) und die Zerstörung von 1945 sind belegt.

Mündliche Überlieferung

Die Geschichte der schönen Ilonka, die auf dem Matthiasbrunnen dargestellt ist, ist eine Legende, die der Dichter Mihály Vörösmarty bekannt machte.

Quellen und Nachweise

Ungarische Nationalgalerie (mng.hu), Geschichte des Palastes; Historisches Museum Budapest (btm.hu); Ungarische Wikipedia, „Budavári Palota“.

Fotos:

  • Der Königspalast von Buda mit seiner grünen Kuppel auf dem Hügel: Paul Colin Hennig, CC BY-SA 4.0.
  • Reiterstandbild des Prinzen Eugen von Savoyen vor dem Königspalast: Yoav Dothan, Dominio público.

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