Vor dir liegt die Hauptfassade eines der großen Opernhäuser der Welt. Manche sagen, sein Klang sei perfekt; Dirigenten stellen ihn zumindest sehr weit nach oben.
1Das erste Colón
Schon früher gab es ein Teatro Colón, 1857 neben der Plaza de Mayo eröffnet, dort, wo heute der Banco de la Nación steht. Als es zu klein wurde, beschloss die Stadt, ein neues zu bauen, das mit den großen europäischen Häusern mithalten sollte.
2Zwanzig Jahre Bauzeit
Die Arbeiten begannen 1888 und wurden zum Hindernislauf. Der ursprüngliche Entwurf stammte von Francesco Tamburini, dem Architekten der Casa Rosada, der 1891 starb. Sein Mitarbeiter Vittorio Meano übernahm und wurde 1904 ermordet. Der Belgier Julio Dormal vollendete das Gebäude. Das Theater wurde am 25. Mai 1908 mit Verdis Aida eröffnet.
3Die Akustik
Der Akustikexperte Leo Beranek bat führende Dirigenten, die besten Konzertsäle der Welt zu bewerten, und das Colón kam bei der Oper auf Platz eins und bei Konzerten weit nach vorn. Der Hauptsaal hat rund 2.500 Sitzplätze und fasst mit Stehplätzen fast 3.000 Menschen.
Toscanini, Caruso, Pawlowa, Callas, Domingo und Pavarotti standen auf seiner Bühne, ebenso Astor Piazzolla und Mercedes Sosa.
Nach einer langen Restaurierung wurde es am 24. Mai 2010 wiedereröffnet.
4Worauf du achten solltest
- Das Eisenvordach über dem Eingang an der Calle Libertad.
- Die Säulen und Balkone der Fassade im Renaissancestil.
- Die Plaza Lavalle mit dem Justizpalast im Hintergrund.
Belegt
Die Arbeiten begannen 1888 nach Tamburinis Entwurf und gingen unter Meano und Dormal weiter; das Theater wurde am 25. Mai 1908 mit Aida eröffnet und 2010 wiedereröffnet.
Quellen und Nachweise
Teatro Colón (offizielle Website, Geschichte); Leo Beranek, Concert and Opera Halls: How They Sound; spanische Wikipedia, «Teatro Colón».
Fotos:
- Fassade des Teatro Colón mit Vordach an der Calle Libertad: ProtoplasmaKid, CC BY-SA 4.0.
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