Vor dir erhebt sich die Frederiks Kirke, die alle nur Marmorkirken nennen, die Marmorkirche. Ihre große grüne Kuppel schließt den Blick von Amalienborg ab und ist die größte Kirchenkuppel Skandinaviens: rund 31 Meter Durchmesser, getragen von zwölf Säulen.
1Ein Projekt ohne Ende
König Frederik V. legte am 31. Oktober 1749 den Grundstein. Nicolai Eigtveds Entwurf sah eine spektakuläre Kirche ganz aus norwegischem Marmor vor. Doch das Geld ging aus, Eigtved starb 1754, und auch sein Nachfolger, der Franzose Nicolas-Henri Jardin, konnte sie nicht vollenden. 1770 kamen die Arbeiten zum Stillstand.
Fast anderthalb Jahrhunderte lang war die Kirche eine Ruine mitten im königlichen Viertel: halb fertige Mauern, auf denen Gras wuchs.
1874 kaufte der Bankier Carl Frederik Tietgen die Ruine und bezahlte die Fertigstellung der Kirche, im Gegenzug für das Recht, auf den umliegenden Grundstücken zu bauen.
Der Verkauf sorgte für einen Skandal, und der Minister, der ihn unterzeichnet hatte, Andreas Frederik Krieger, wurde der Korruption angeklagt, am Ende aber freigesprochen. Der Architekt Ferdinand Meldahl passte den Entwurf an und verwendete aus Geldmangel für einen Großteil des Baus Kalkstein. Am 19. August 1894 wurde die Kirche endlich eröffnet.
2Worauf du achten solltest
- Die Kuppel mit ihrer vergoldeten Laterne.
- Die zwei Steinarten: unten Marmor aus dem 18. Jahrhundert, weiter oben Kalkstein.
- Die Statuen von Theologen und Kirchenmännern ringsum, darunter Kierkegaard.
Belegt
Der Grundstein wurde 1749 gelegt, 1770 wurden die Arbeiten eingestellt, und dank des Kaufs durch C. F. Tietgen wurde die Kirche 1894 vollendet.
Quellen und Nachweise
Frederiks Kirke, offizielle Website (marmorkirken.dk), Geschichte der Kirche; Den Store Danske (lex.dk), ‚Frederiks Kirke‘; dänische Wikipedia, ‚Frederiks Kirke‘.
Fotos:
- Die grüne Kuppel der Marmorkirche am Ende der Frederiksgade: Manfred Werner (Tsui), CC BY-SA 4.0.
Fehler entdeckt? Schreib uns und wir sehen es uns an.
