Du beginnst die Mystery-Route am Kloster Santa Magdalena, wo Mallorcas meistverehrte Heilige lebte und starb: Catalina Thomàs, die die ganze Insel bis heute „die Beata“ nennt, die Selige.

1Ein belegtes Leben

Catalina kam 1531 in Valldemossa zur Welt und verlor sehr früh ihre Eltern. Sie arbeitete als Magd im Haus ihres Onkels und lernte dank einer wohlhabenden Familie aus Palma lesen und schreiben. Mit 21 Jahren trat sie in dieses Kloster der Augustiner-Chorfrauen ein und legte 1555 ihre Gelübde ab. Hier starb sie am 5. April 1574. 1792 wurde sie selig- und 1930 heiliggesprochen.

2Ekstasen und Versuchungen

Die Nonnen, die mit ihr lebten, berichteten, sie sei in Ekstasen gefallen, die einen ganzen Tag dauern konnten, sie habe Visionen von Heiligen und Engeln gehabt und die Zukunft vorhergesagt. Sie hinterließen auch Berichte darüber, wie der Teufel sie quälte: Er habe sie gestoßen, geschlagen und sogar in den Brunnen geworfen. Diese Geschichten gehören zu ihrer Heiligenlegende und zur Volksfrömmigkeit, nicht zur überprüfbaren Geschichte.

Belegt ist ihr Leben im Kloster; das Außergewöhnliche gehört zu Überlieferung und Glauben.

Ihr Leichnam ruht in der Kirche, in einer Urne aus Silber und Glas in einem klassizistischen Grabmal, das 1815 vollendet wurde. Ganz in der Nähe, an der Plaça del Mercat, lehnt ein Stein an der Kirche Sant Nicolau. Der Überlieferung nach betete sie dort als junge Frau in der Hoffnung, in ein Kloster aufgenommen zu werden.

3Worauf du achten solltest

  • Die Figur der Maria Magdalena mit einem Totenschädel über der Tür.
  • Die Fensterrose und die beiden kleinen Türme der Fassade.
  • Die Klostermauer: Es ist ein Klausurorden, und die Nonnen leben bis heute hier.

Belegt

Catalina Thomàs (1531–1574) legte 1555 in diesem Kloster ihre Gelübde ab und starb hier; sie wurde 1792 selig- und 1930 heiliggesprochen, und ihr Leichnam wird in der Kirche aufbewahrt.

Mündliche Überlieferung

Ihre Ekstasen, Visionen und Kämpfe mit dem Teufel stammen aus frommen Lebensbeschreibungen und werden nicht als bewiesene Tatsachen dargestellt.

Quellen und Nachweise

Monestir de Santa Magdalena, Palma; Gran Enciclopèdia de Mallorca, Eintrag „Tomàs i Gallard, Caterina“; Gaspar Valero, Itineraris pel centre històric de Palma (1993).

Fotos:

  • Fassade der Kirche Santa Magdalena in Palma mit Fensterrose und zwei kleinen Türmen: Joan Gené, CC BY-SA 4.0.

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