Vor dir liegt der Fuxing-Park, einer der beliebtesten Gärten Shanghais. Komm früh am Morgen oder am späten Nachmittag, dann findest du ihn voller Leben: tanzende Paare, Tai-Chi-Gruppen, Karten- und Mahjong-Spieler, Nachbarn, die Opernarien singen.
1Von der Kaserne zum französischen Park
Hier lag einst das Dorf Gujiazhai. 1900 kauften die Behörden der Französischen Konzession das Gelände für eine Kaserne, und 1908 beschlossen sie, daraus einen Park zu machen. Er wurde am 14. Juli 1909 eröffnet, dem französischen Nationalfeiertag, unter dem Namen Parc de Koukaza, doch alle nannten ihn den Französischen Park. Entworfen hat ihn der französische Gärtner Papot im Stil eines formalen französischen Gartens.
In den ersten Jahren hatten nur Ausländer Zutritt. Chinesische Besucher wurden 1928 zugelassen.
1946 erhielt er seinen heutigen Namen Fuxing, was „Wiedergeburt“ bedeutet. 1985 wurde auf dem nördlichen Rasen die Statue von Marx und Engels aufgestellt, die du dort sehen wirst.
2Die Platanen Shanghais
Schau dir die Bäume im Park und in den Straßen ringsum an. Die Shanghaier nennen sie „französische Sonnenschirme“, weil die Franzosen sie überall in der Konzession pflanzten. Im Sommer bilden sie schattige Tunnel, im Herbst Teppiche aus gelbem Laub.
3Worauf du achten solltest
- Die vertieften Blumenbeete, typisch für einen französischen Garten.
- Die Statue von Marx und Engels im Norden.
- Das Leben im Viertel: Tanz, Mahjong und Kartenspieler.
Belegt
Der Park wurde am 14. Juli 1909 auf dem Gelände einer ehemaligen französischen Kaserne eröffnet, ließ ab 1928 chinesische Besucher zu und heißt seit 1946 Fuxing.
Quellen und Nachweise
Shanghaier Parkverwaltung, Eintrag zum Fuxing-Park; chinesische Wikipedia, „复兴公园 (上海市)“; Marie-Claire Bergère, „Histoire de Shanghai“ (2002).
Fotos:
- Blumenbeete und Brunnen im Fuxing-Park: Jpbowen, CC BY-SA 4.0.
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