Vor dir sitzt Hachikō, vielleicht der berühmteste Hund der Welt. Seit Jahrzehnten ist seine Statue der Ort, an dem sich die Tokioter treffen, wenn sie sagen: „Wir sehen uns in Shibuya.“

1Eine wahre Geschichte

Hachi wurde im November 1923 bei Ōdate in der Präfektur Akita geboren. Sein Herrchen war Ueno Hidesaburō, Professor für Agrartechnik an der Kaiserlichen Universität Tokio. Jeden Nachmittag holte ihn der Hund am Bahnhof Shibuya ab. Am 21. Mai 1925 starb der Professor plötzlich an der Universität und kam nie zurück.

Hachi ging fast zehn Jahre lang weiter zum Bahnhof. Das Personal und die Anwohner kannten ihn, und manche behandelten ihn schlecht; doch am 4. Oktober 1932 veröffentlichte die Zeitung Asahi seine Geschichte, und er wurde im ganzen Land berühmt. Er starb am 8. März 1935.

2Zwei Statuen

Die erste Statue des Bildhauers Andō Teru wurde im April 1934 enthüllt, im Beisein von Hachi selbst. Im Krieg wurde sie wegen des Metalls eingeschmolzen. Die heutige stammt vom Sohn des Bildhauers, Andō Takeshi, und wurde im August 1948 enthüllt.

Hachikōs ausgestopfter Körper wird im Nationalmuseum für Natur und Wissenschaft in Ueno aufbewahrt.

2015 schenkte ihm die Universität Tokio endlich sein Wiedersehen: eine Statue, in der Hachi freudig zu seinem Herrchen hinaufspringt.

3Worauf du achten solltest

  • Seine Haltung: sitzend und aufmerksam, den Blick zum Bahnhofsausgang gerichtet.
  • Die Blumen und Gaben, die Besucher manchmal zu seinen Füßen ablegen.
  • Die Wartenden: Noch heute ist er ein Treffpunkt.

Belegt

Hachikō wartete von 1925 bis zu seinem eigenen Tod 1935 am Bahnhof Shibuya auf sein Herrchen, Professor Ueno Hidesaburō; die heutige Statue stammt von 1948.

Quellen und Nachweise

National Museum of Nature and Science (Tokyo), record on Hachikō; Faculty of Agriculture, University of Tokyo, materials on Ueno Hidesaburō and Hachikō; Asahi Shimbun, 4 October 1932.

Fotos:

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