Vor dir steht das Brandenburger Tor, doch auf dieser Route betrachten wir es nicht als Postkartenmotiv, sondern als Grenze. Fast drei Jahrzehnte lang war es einer der symbolträchtigsten Orte des Kalten Krieges.

1Ein Tor für den Frieden

Carl Gotthard Langhans baute es von 1788 bis 1791 für König Friedrich Wilhelm II. und ließ sich von den Propyläen der Athener Akropolis inspirieren. 1793 setzte Johann Gottfried Schadow die Quadriga mit der Siegesgöttin obenauf. 1806 führte Napoleon sie nach dem Sieg über Preußen als Trophäe nach Paris. 1814 kehrte sie zurück, und Karl Friedrich Schinkel ergänzte am Stab das Eiserne Kreuz und den preußischen Adler.

2Von der Mauer eingesperrt

Am 13. August 1961 begann der Bau der Mauer. Das Tor lag nun auf der Ostseite, im Grenzstreifen: Weder Ost- noch Westberliner konnten es passieren. Von der Westseite aus sprach hier am 12. Juni 1987 US-Präsident Ronald Reagan seinen berühmten Satz.

„Mr. Gorbachev, tear down this wall!“ (Ronald Reagan, 12. Juni 1987)

Am 9. November 1989 fiel die Mauer, und am 22. Dezember desselben Jahres wurde der Durchgang durch das Tor offiziell geöffnet, vor einer Menschenmenge im Regen.

3Worauf du achten solltest

  • Die doppelte Pflasterreihe, die in den Nachbarstraßen den Verlauf der Mauer nachzeichnet.
  • Das Eiserne Kreuz am Stab, das nach der Rückkehr der Quadriga hinzukam.
  • Die fünf Durchgänge: Der breitere in der Mitte war der königlichen Familie vorbehalten.

Belegt

Das Tor wurde von 1788 bis 1791 von Langhans erbaut; die Quadriga wurde 1806 nach Paris gebracht und kehrte 1814 zurück, und der Durchgang wurde am 22. Dezember 1989 wieder geöffnet.

Quellen und Nachweise

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin, Brandenburger Tor; Stiftung Berliner Mauer, Chronik der Mauer; Ronald Reagan Presidential Library, Rede vom 12. Juni 1987.

Fotos:

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