Vor dir liegt das Denkmal für die ermordeten Juden Europas, die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands. Nur wenige Schritte vom Brandenburger Tor entfernt, nimmt es ein Grundstück ein, das im Kalten Krieg zum Grenzstreifen der Mauer gehörte.

1Eine Debatte über siebzehn Jahre

Die Idee kam Ende der 1980er-Jahre auf, vorangetrieben von der Journalistin Lea Rosh und dem Historiker Eberhard Jäckel. Es folgten Wettbewerbe, Kontroversen und lange öffentliche Auseinandersetzungen, bis der Bundestag 1999 den Entwurf des amerikanischen Architekten Peter Eisenman beschloss. Am 10. Mai 2005 wurde das Denkmal eingeweiht.

2Zwischen den Stelen gehen

Es sind 2.711 Betonblöcke auf etwa 19.000 Quadratmetern. Alle haben dieselbe Grundfläche, doch ihre Höhe variiert, und der Boden senkt sich zur Mitte hin langsam ab. Eisenman weigerte sich, dem Ganzen eine feste Bedeutung zu geben: Es gibt keine Namen und keine Symbole. Das Erlebnis liegt bei dir.

Tritt in einen beliebigen Gang und geh auf die Mitte zu: Der Lärm der Stadt verklingt, und andere Besucher tauchen zwischen den Blöcken auf und verschwinden wieder.

Unter dem Denkmal liegt der Ort der Information, ein Dokumentationsraum, der den Opfern Namen und Gesichter gibt: rund sechs Millionen Juden, die vom NS-Regime und seinen Helfern ermordet wurden.

Dies ist ein Ort des Gedenkens. Bitte spring nicht zwischen den Stelen herum und setz dich nicht zum Essen darauf.

3Worauf du achten solltest

  • Die Neigung der Blöcke: Viele stehen nicht ganz senkrecht.
  • Der wellige Boden, der zum Inneren hin abfällt.
  • Der Eingang zum Ort der Information auf der Südostseite des Feldes.

Belegt

Das nach dem Entwurf von Peter Eisenman gestaltete Denkmal wurde 1999 vom Bundestag beschlossen, am 10. Mai 2005 eröffnet und besteht aus 2.711 Stelen.

Quellen und Nachweise

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas (stiftung-denkmal.de), Geschichte und Fakten zum Denkmal; Deutscher Bundestag, Beschluss vom 25. Juni 1999.

Fotos:

  • Ein Weg zwischen den Betonstelen des Holocaust-Mahnmals: Chris Hoare, CC BY 2.0.

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