Blick auf Berlins Mitte mit Spree, Nikolaikirche und Fernsehturm
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Berlin in 3 Tagen

  • 3 Tage
  • 8,7 km zu Fuß
  • 18 Stationen
  • Audioguide

Drei Tage sind das ideale Tempo für Berlin: alle drei Routen, die großen Gedenkorte und Zeit für den ehemaligen Westen. Jeder Tag hat ein Thema und ein Viertel, dazwischen gibt es typische Gerichte. Der Plan ist für dich, wenn du die Stadt verstehen willst, ohne zu hetzen und ohne beim Offensichtlichen stehen zu bleiben.

Tag 1Das Wichtigste und die Spuren der Mauer

Starte mit „Das Beste von Berlin“: vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz, über Bebelplatz und Museumsinsel. Mittags gibt es eine Currywurst bei Konnopke's in Prenzlauer Berg. Gleich dort bewahrt die Bernauer Straße ein Stück Grenzstreifen, und der Mauerpark schenkt dir eine grüne Verschnaufpause. Geh in Ruhe zurück zum Hotel: Morgen wird ein Tag voller Erinnerung, da hilft es, ausgeruht zu sein.

  1. Am Vormittag

    Das Beste von Berlin: vom Brandenburger Tor zum Alexanderplatz

    Mix · 3,6 km · 2 h 15 min

    1. Brandenburger TorBerlins großes Symbol und der perfekte Startpunkt: Hier beginnt die Straße Unter den Linden.
    2. BebelplatzEin eleganter Platz mit einem Fenster im Boden, das leere Bücherregale zeigt.
    3. Lustgarten und MuseumsinselEine ganze Insel für die Kunst, beherrscht vom ersten öffentlichen Museum Preußens und einer riesigen Granitschale.
    4. Berliner DomDie große Kaiserkirche der Hohenzollern, mit einer Gruft, in der fast hundert Mitglieder der Dynastie ruhen.
    5. Hackesche HöfeAcht verbundene Höfe, Jugendstilfliesen und gleich nebenan eine Geschichte von Mut.
    6. AlexanderplatzDer nach einem Zaren benannte Platz, der einen Roman inspirierte und die größte Demonstration der DDR erlebte.

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  2. Mittagessen

    Probier Currywurst bei Konnopke's Imbiß. Schönhauser Allee 44B

  3. Am Nachmittag

    Gedenkstätte Berliner Mauer

    Die Gedenkstätte an der Bernauer Straße bewahrt ein echtes Stück des Grenzstreifens, mit Aussichtsturm und Dokumentationszentrum. Hier verstehst du am besten, wie die Mauer wirklich aussah. Der Mauerpark ist nur zehn Gehminuten entfernt.

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    Mauerpark

    Ein Park auf dem ehemaligen Todesstreifen mit Wiesen, Straßenmusikern und sonntags Flohmarkt und Open-Air-Karaoke. Nach der Gedenkstätte ein guter Ort zum Durchatmen, und Konnopke's liegt gleich um die Ecke.

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Tag 2Geschichte und Kreuzberg

Vormittags „Vom Reichstag zur Mauer“: vom Reichstag bis zum Gendarmenmarkt, mit Holocaust-Denkmal und Topographie des Terrors unterwegs. Die Route braucht Pausen, also plane Zeit für Bänke und Cafés ein. Iss ein Eisbein im Max und Moritz in Kreuzberg und widme den Nachmittag zwei ungleichen Besuchen: Libeskinds Zickzackmuseum und den Wandbildern der East Side Gallery, verbunden durch eine einzige U-Bahn-Linie.

  1. Am Vormittag

    Vom Reichstag zur Mauer: das Jahrhundert, das Berlin teilte

    Geschichte · 3,1 km · 2 h

    1. ReichstagDas Gebäude, das eine Republik entstehen, eine Demokratie brennen und eine neue unter einer Glaskuppel wiederauferstehen sah.
    2. Brandenburger TorEin Tor des Friedens, das an der am schärfsten bewachten Grenze der Welt gefangen war.
    3. Denkmal für die ermordeten Juden EuropasEin Feld aus 2.711 Betonblöcken, das nichts erklärt … bis du hineingehst.
    4. Topographie des TerrorsWo Gestapo und SS ihre Zentralen hatten, stehen heute ein Museum und ein originales Stück der Mauer.
    5. Checkpoint CharlieDer Grenzübergang, an dem sich 1961 sowjetische und amerikanische Panzer gegenüberstanden.
    6. GendarmenmarktDer Platz, den hugenottische Flüchtlinge, ein Philosophenkönig und Schinkel zum schönsten Berlins machten.

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  2. Mittagessen

    Probier Eisbein bei Zur letzten Instanz. Waisenstraße 14–16

  3. Am Nachmittag

    Jüdisches Museum Berlin

    Daniel Libeskinds Zickzackbau ist schon für sich ein Erlebnis: schiefe Böden, Leerräume und ein Rundgang durch zweitausend Jahre jüdischer Geschichte in Deutschland. Plane genug Zeit ein und prüfe die Öffnungszeiten. Es liegt am Rand von Kreuzberg.

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    East Side Gallery

    Über einen Kilometer stehende Mauer an der Spree, als Open-Air-Galerie mit Wandbildern von 1990. Geh sie in Ruhe ab, am besten am frühen Nachmittag, bevor es voll wird. Die Oberbaumbrücke ist nur wenige Minuten entfernt.

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Tag 3West, Park und Mystery

Beginne im ehemaligen Westen: Steig auf die Siegessäule und geh durch den Tiergarten zur Gedächtniskirche. Zum Mittag gibt es Königsberger Klopse im Diener Tattersall nahe dem Savignyplatz. Am Abend geht es zurück nach Mitte zu „Das verborgene Berlin“: Humboldt Forum, Nikolaiviertel, die Mumien in der Parochialkirche, und der Fernsehturm leuchtet im Hintergrund. Zum Abschluss eine Bulette und ein Bier im Diener Tattersall.

  1. Am Vormittag

    Siegessäule

    Die Siegessäule ragt mitten im Tiergarten auf, gekrönt von einer goldenen Viktoria. Wenn du die Stufen nicht scheust, lohnt der Blick über den Park und zum Brandenburger Tor. Vom Reichstag kommst du bequem zu Fuß durch den Tiergarten hin.

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    Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

    Der Turm der Ruine, im Bombenkrieg beschädigt und als Mahnmal erhalten, steht neben einer modernen Kirche aus blauem Glas. Sie ist das Wahrzeichen West-Berlins und der Auftakt zum Kurfürstendamm, ideal zum Bummeln und Essen.

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  2. Mittagessen

    Probier Königsberger Klopse bei Max und Moritz. Oranienstraße 162

  3. Am frühen Abend

    Das verborgene Berlin: Mumien, Gespenster und die Rache des Papstes

    Geheimnisse & Legenden · 2 km · 1 h 40 min

    1. Berliner Schloss (Humboldt Forum)Das Hohenzollernschloss wurde gesprengt, ersetzt und wiederaufgebaut; sein Geist, so die Überlieferung, ist nie fortgegangen.
    2. Nikolaikirche und NikolaiviertelDie älteste Kirche des alten Berlin hütet das große Rätsel der Stadt: Niemand weiß, wann sie entstand oder was ihr Name bedeutet.
    3. ParochialkircheUnter dieser Barockkirche liegen Dutzende Berliner, die unabsichtlich mumifiziert wurden.
    4. Zur letzten Instanz und die mittelalterliche StadtmauerEines von Berlins ältesten Gasthäusern lehnt sich an die letzten Reste der Stadtmauer … und an ein paar Legenden.
    5. MarienkircheEin nach der Pest gemalter Totentanz und ein Steinkreuz, das an einen Mord erinnert.
    6. Berliner FernsehturmDas große Symbol der atheistischen DDR wirft im Sonnenlicht ein Kreuz zurück, das die Berliner „Rache des Papstes“ tauften.

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  4. Abendessen

    Probier Bulette bei Diener Tattersall. Grolmanstraße 47

Die Karte

3 Tage in Berlin auf der Karte

Die Stationen jeder Tour sind der Reihe nach nummeriert; die Sterne sind die Extra-Tipps.

Mix Geschichte Geheimnisse & Legenden Extra-Tipp

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Bevor du losgehst

Tipps für 3 Tage in Berlin

  • Unterschätze die Entfernungen nicht: Zwischen Prenzlauer Berg, Kreuzberg und Charlottenburg nimmst du besser U- oder S-Bahn.
  • Museen haben meist einen Ruhetag pro Woche, oft montags; prüfe die Öffnungszeiten, bevor du den Nachmittag planst.
  • Mai, Juni und September sind meist am angenehmsten: lange Tage ohne extreme Hitze oder Kälte.

Fragen

Häufige Fragen: 3 Tage in Berlin

Sind drei Tage in Berlin genug?

Für den ersten Besuch sind sie ideal: alle drei Routen, die wichtigsten Gedenkorte und der Westen der Stadt. Für Potsdam und alle Museen reicht es nicht, aber um Berlin zu verstehen schon.

Wie viele Kilometer läuft man in drei Tagen?

Die Routen ergeben etwa 8,7 Kilometer; mit den Extras, den Wegen dazwischen und den Mahlzeiten deutlich mehr, aber auf drei Tage verteilt bleibt das Tempo entspannt.

Lohnt sich ein Museumspass?

Wenn du mehrere Museen auf der Insel und anderswo besuchst, rechnet er sich meist; für nur ein, zwei Häuser kaufst du besser Einzeltickets. Vergleiche vor der Reise.

Berlin

Mehr oder weniger Zeit?