Vor dir erstreckt sich der Lustgarten, der ehemalige Ziergarten des Schlosses, und dahinter das Alte Museum, das Tor zur Museumsinsel.

1Eine Insel für die Kunst

Die Nordspitze dieser Insel in der Spree vereint fünf bedeutende Museen, die zwischen 1830 und 1930 entstanden: das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Bode-Museum und das Pergamonmuseum. Seit 1999 gehört das Ensemble zum UNESCO-Welterbe. Zu den hier verwahrten Schätzen zählen die Büste der Nofretete im Neuen Museum und das Ischtar-Tor von Babylon im Pergamonmuseum.

2Schinkels Museum

Das Gebäude mit den Säulen ist das Alte Museum. Von Karl Friedrich Schinkel entworfen, wurde es 1830 als erstes öffentliches Museum Preußens eröffnet: Die königlichen Sammlungen verließen das Schloss, damit jeder sie sehen konnte. Zähl die ionischen Säulen: Es sind achtzehn. Heute zeigt es Kunst der griechischen und römischen Antike.

Die Granitschale vor dir sollte eigentlich ins Innere des Museums, in die Rotunde. Sie erwies sich als zu groß, also blieb sie draußen.

3Die Riesenschale

Der Steinmetzmeister Christian Gottlieb Cantian schuf sie aus einem riesigen Findling, einem Fels, den Gletscher bis nach Brandenburg geschoben hatten. Sie misst fast sieben Meter im Durchmesser, und als sie 1831 fertig war, wurde sie als technisches Wunder gefeiert. Die Nationalsozialisten hielten im Garten Massenkundgebungen ab; der heutige Rasen wurde Ende der 1990er-Jahre wiederhergestellt.

4Worauf du achten solltest

  • Die achtzehn Säulen des Alten Museums.
  • Die Granitschale, glatt poliert wie ein Spiegel.
  • Die Reiterstatuen an beiden Enden der Freitreppe.

Belegt

Schinkels Altes Museum wurde 1830 eröffnet; die Museumsinsel ist seit 1999 Welterbe, und Cantians Granitschale wurde 1831 fertiggestellt.

Quellen und Nachweise

Staatliche Museen zu Berlin, Geschichte der Museumsinsel und des Alten Museums (smb.museum); UNESCO, „Museumsinsel (Museum Island), Berlin“; Landesdenkmalamt Berlin, Eintrag zum Lustgarten.

Fotos:

  • Das Alte Museum und der Lustgarten: Bahnfrend, CC BY-SA 4.0.

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