Geh bis zum kleinen Platz am Ende und dreh dich um. Dieses Bild – der Turm der Mezquita, eingerahmt von zwei weißen Wänden voller Blumentöpfe – ist eine der berühmtesten Postkarten Spaniens, und sie wird genau von dort aufgenommen, wo du gerade stehst.

1Vom Gemeinschaftshof zur Ikone

Ursprünglich war diese Gasse ein Hof, den sich mehrere Haushalte teilten, und der mit der Zeit zur Straße wurde. Ihr heutiges Aussehen ist nicht so alt, wie es scheint: Es stammt von einer Umgestaltung Mitte der 1950er-Jahre, als die Stadt mehrere Winkel der Altstadt für die ersten Touristen verschönern wollte. Der Architekt Víctor Escribano Ucelay entwarf die kleinen Bögen, ersetzte den Zementboden durch Flusskiesel und setzte an die Ecke am Eingang ein Kapitell aus der Kalifenzeit.

Den Brunnen auf dem Platz schuf 1960 Rafael Bernier, ein Anwohner der Gasse und Lehrer an der Kunstschule, aus archäologischen Fundstücken, darunter eine römische Säule.

Blaue Töpfe an den Wänden sind ein Klassiker der Patios von Córdoba: Die Farbe lässt die roten Geranien und den weißen Kalk leuchten.

Im Frühling und vor allem im Mai stehen die Blumen in voller Pracht. Komm früh, wenn du das Foto ohne Menschenmassen willst.

2Worauf du achten solltest

  • Der Turm der Mezquita, vom kleinen Platz aus eingerahmt.
  • Das Kapitell aus der Kalifenzeit an der Ecke am Eingang.
  • Der Brunnen mit den Resten einer römischen Säule.

Belegt

Ihr heutiges Aussehen geht auf eine städtische Umgestaltung Mitte der 1950er-Jahre nach Plänen von Víctor Escribano Ucelay zurück; der Brunnen stammt von 1960.

Quellen und Nachweise

Fremdenverkehrsamt Córdoba, Informationen zur Calleja de las Flores (turismodecordoba.org); Stadtverwaltung Córdoba, Stadtarchiv; UNESCO, Historic Centre of Cordoba (whc.unesco.org).

Fotos:

  • Die schmale, weiß gekalkte Calleja de las Flores mit blauen Blumentöpfen an den Wänden und einem Bogen am Ende: Olivier Bruchez, CC BY-SA 2.0.

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