Vor dir steht die Kirche St. Peter und Paul, Krakaus erster großer Barockbau. König Sigismund III. Wasa stiftete sie für die Jesuiten, die 1583 in die Stadt gekommen waren. Der Bau begann 1597, geweiht wurde die Kirche 1635; daran arbeiteten italienische Baumeister wie Giovanni Maria Bernardoni und Giovanni Battista Trevano, inspiriert von den Jesuitenkirchen Roms.

1Die Zwölf am Gitter

Die Apostel, die über die Straße wachen, fotografiert hier jeder. Die Originale meißelte David Heel Anfang des 18. Jahrhunderts; der Stein verwitterte, und was du heute siehst, sind Kopien. Achte auf die Sonne mit den Buchstaben IHS über der Tür: Das ist das Emblem der Gesellschaft Jesu.

2Ein Prediger und ein Pantheon

In der Krypta ruht Piotr Skarga, der Jesuit, der Hofprediger Sigismunds III. war und in seinen Predigten vor den Übeln des Königreichs warnte. Im 21. Jahrhundert wurde die Krypta zu einem Nationalpantheon für große Gestalten der polnischen Kultur; als Erster wurde dort 2013 der Dramatiker Sławomir Mrożek beigesetzt.

Im Inneren wird von Zeit zu Zeit ein Foucaultsches Pendel vorgeführt, das von der Kuppel herabhängt und die Erdrotation sichtbar macht.

Eine Jesuitenkirche, ein in Schweden geborener polnischer König und zwölf Apostel am Gehweg.

3Worauf du achten solltest

  • Die zwölf Apostel am Gitter, jeder mit seinem Attribut.
  • Das IHS-Emblem über dem Hauptportal.
  • Die Kuppel, die du von der ul. Kanonicza hinter der Kirche aus siehst.

Belegt

Belegt sind die Stiftung durch Sigismund III., der Baubeginn 1597, die Weihe 1635, das Grab von Piotr Skarga und die Beisetzung von Sławomir Mrożek im Jahr 2013.

Quellen und Nachweise

Pfarrei St. Peter und Paul in Krakau, offizielle Website (apostolowie.pl); polnische Wikipedia, „Kościół Świętych Apostołów Piotra i Pawła w Krakowie“; Stadt Krakau, „Droga Królewska“ (krakow.pl).

Fotos:

  • Barockfassade der Kirche St. Peter und Paul mit Apostelfiguren: Ввласенко, CC BY-SA 3.0.

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