Vor dir steht die Kathedrale von Málaga, der Menschwerdung geweiht – das große Projekt, mit dem die Katholischen Könige der gerade eroberten Stadt ihren Stempel aufdrücken wollten. Errichtet wurde sie an der Stelle der Hauptmoschee, die jahrzehntelang als christliche Kirche diente.
1Die besten Architekten ihrer Zeit
Die Arbeiten begannen 1528. An den Plänen wirkte Diego de Siloé mit, später kamen Andrés de Vandelvira, Hernán Ruiz II. und Diego de Vergara hinzu – fast alle großen Namen der andalusischen Renaissance. Der Chorbereich wurde am 3. August 1588 geweiht. Der Rest, darunter die Fassade vor dir, entstand im 18. Jahrhundert, inzwischen im Stil des Barock.
Was beeindruckt, ist die Höhe. Ihre Gewölbe gehören zu den höchsten aller spanischen Kirchen, und ihr Turm, etwa 84 Meter hoch, war jahrhundertelang nach der Giralda das höchste Bauwerk Andalusiens.
2Eine unvollendete Kathedrale
1782 wurden die Arbeiten eingestellt: Es fehlten noch der zweite Turm, ein Großteil des Schmucks und das Dach über den Gewölben. Daher ihr liebevoller Spitzname la Manquita – „die Einarmige“.
Im Inneren ist das Chorgestühl der Höhepunkt, an dem im 17. Jahrhundert der große Bildhauer Pedro de Mena arbeitete.
Für das Innere und den Aufstieg aufs Dach brauchst du ein Ticket; vom Platz aus kannst du ihre ganze Geschichte aber an der Fassade ablesen.
3Worauf du achten solltest
- Die drei Portale, gerahmt von roten Marmorsäulen.
- Die Reliefs der Menschwerdung, der die Kathedrale geweiht ist.
- Der barocke Bischofspalast hinter dir.
Belegt
Die Kathedrale wurde 1528 begonnen, ihr Chorbereich 1588 geweiht, und 1782 kamen die Arbeiten ohne den zweiten Turm zum Stillstand.
Quellen und Nachweise
Domkapitel der Kathedrale von Málaga (malagacatedral.com); Rosario Camacho Martínez, La Catedral de Málaga; Stadt Málaga, Tourismusamt.
Fotos:
- Hauptfassade der Kathedrale von Málaga: Danielajimenezlucena, CC BY-SA 4.0.
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