Vor dir steht der Palast der Grafen von Buenavista, ein Adelshaus, das der Stadtrat Diego de Cazalla um 1530 errichten ließ, ein halbes Jahrhundert nach der kastilischen Eroberung. Schau dir den Aussichtsturm an: Jahrhundertelang war dies eines der eindrucksvollsten Wohngebäude Málagas.
1Eine Idee von 1953
Picasso wurde 1881 in Málaga geboren und verließ die Stadt als Kind, mit zehn Jahren. 1953 bat ihn Juan Temboury, der für die Schönen Künste der Provinz zuständig war, brieflich um Werke, und der Maler erklärte sich bereit, welche zu schicken. Daraus wurde nichts: Die Behörden des Regimes lehnten das Projekt ab, und Picasso, im Exil und der Republik verpflichtet, kehrte nie nach Spanien zurück.
2Ein halbes Jahrhundert später
Wiederbelebt wurde die Idee von Christine Ruiz-Picasso, der Witwe seines ältesten Sohnes Paulo. Zusammen mit ihrem Sohn Bernard schenkte sie mehr als 150 Werke, und am 27. Oktober 2003 wurde das Museum im Beisein des Königspaars eröffnet. Die Sammlung umfasst das gesamte Schaffen des Künstlers, von den ersten akademischen Studien bis zu seinen letzten Gemälden aus den 1970er-Jahren.
Im Untergeschoss des Museums sind Reste der phönizischen Mauer von Malaka und römische Bauten erhalten, die bei den Bauarbeiten gefunden wurden.
Beim Umbau wurde der Palast mit neuen Gebäuden verbunden, getrennt durch einen schmalen, glasüberdachten Lichtspalt, in dem die Treppe liegt.
3Worauf du achten solltest
- Das Renaissanceportal mit seinem Eisenbalkon.
- Der Aussichtsturm, den du auch von der Calle Alcazabilla aus siehst.
- Der Kontrast zwischen den alten Steinquadern und den weißen Fassaden des Anbaus.
Belegt
Der Palast entstand um 1530; das Museum wurde am 27. Oktober 2003 auf Grundlage der Schenkungen von Christine und Bernard Ruiz-Picasso eröffnet.
Quellen und Nachweise
Museo Picasso Málaga (museopicassomalaga.org); Fundación Picasso Museo Casa Natal; Stadt Málaga, Tourismusamt.
Fotos:
- Portal des Palacio de Buenavista, Sitz des Museo Picasso Málaga: Zarateman, CC0.
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