Du beendest den Spaziergang am Fuß des Cerro San Cristóbal, Santiagos großem Stadtpark. Von hier fährt die Standseilbahn ab, eine kleine Seilbahn, die seit hundert Jahren den Hang erklimmt.

1Ein Jahrhundert bergauf

Die Idee entstand in den 1910er-Jahren, als man begann, den Hügel zu einem Park umzugestalten. Die Arbeiten wurden dem italienischen Ingenieur Ernesto Bosso anvertraut, und Präsident Arturo Alessandri eröffnete die Bahn am 25. April 1925. Die Station, in der du stehst, mit ihrem schlossartigen Aussehen, ist ein Werk des Architekten Luciano Kulczewski.

Eine Besonderheit: Die Belastungstests an den Seilen führte der Ingenieur Jorge Alessandri durch, der Sohn des Präsidenten, der Jahrzehnte später selbst Präsident Chiles werden sollte.

2Drei Stationen

Die Strecke ist etwa 485 Meter lang und verbindet drei Haltestellen: Pío Nono, Zoológico und Cumbre. Oben steht das Heiligtum mit einer großen weißen Statue der Unbefleckten Empfängnis, die Anfang des 20. Jahrhunderts aufgestellt wurde, und von dort überblickst du das ganze Tal mit den Anden dahinter. Papst Johannes Paul II. fuhr bei seinem Besuch in Chile 1987 mit dieser Standseilbahn.

Seit 2000 steht sie unter Denkmalschutz. Nach einer langen Erneuerung von Wagen, Stationen und Gleis ging sie 2022 wieder in Betrieb.

3Worauf du achten solltest

  • Kulczewskis Station mit Zinnen.
  • Die zwei Wagen, die sich auf halber Strecke begegnen.
  • Die Jungfrau auf dem Gipfel, von der Calle Pío Nono aus zu sehen.

Belegt

Die rund 485 Meter lange Standseilbahn wurde am 25. April 1925 eröffnet und steht seit 2000 unter Denkmalschutz.

Quellen und Nachweise

Parque Metropolitano de Santiago, Geschichte der Standseilbahn; Consejo de Monumentos Nacionales, Funicular del cerro San Cristóbal; Biblioteca Nacional de Chile, Memoria Chilena: „Luciano Kulczewski“.

Fotos:

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