Willkommen in Bukchon, dem „Dorf im Norden“. Zwischen den Palästen Gyeongbokgung und Changdeokgung gelegen, wohnten hier unter der Joseon-Dynastie hohe Beamte und Adlige. Heute ist es Seouls berühmteste Ansammlung von Hanok, traditionellen koreanischen Häusern.

1Alte Häuser?

Fast alle Häuser, die du siehst, sind jünger, als sie wirken. In den 1920er- und 1930er-Jahren wuchs die Stadt rasant, und die großen Anwesen des Adels wurden in Parzellen geteilt. Koreanische Bauunternehmer wie Jeong Se-gwon errichteten darauf kleinere Hanok, angepasst an das Leben in der Stadt: mit Ziegeldach und Innenhof, aber auch mit Glas und neuen Materialien. Jeong verstand seine Arbeit als Mittel, damit Koreaner angesichts der wachsenden japanischen Viertel im Süden ihre Häuser im Zentrum behalten konnten.

2Das Viertel schützen

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden viele Häuser durch moderne Bauten ersetzt. Seit den 1980er-Jahren gelten in Bukchon Schutzvorschriften, und seit 2001 gibt es Programme zur Restaurierung der Hanok. Doch der Erfolg hat seinen Preis: Bei Millionen Besuchern im Jahr klagten die Bewohner über Lärm und Gedränge.

Seit 2025 ist der touristische Zugang zum belebtesten Teil von Bukchon auf die Tagesstunden beschränkt. Prüf vor deinem Besuch die aktuellen Regeln und denk vor allem daran, dass hier Menschen zu Hause sind.

Geh leise, betritt keine Innenhöfe, klopf an keine Türen und fotografiere von der Straße aus.

3Worauf du achten solltest

  • Die geschwungenen Traufen und die verzierten Abschlussziegel.
  • Die Kaskade der Dächer den Hang hinunter, dahinter die moderne Innenstadt.
  • Die kleinen Schilder neben manchen Türen, die auf Kunsthandwerksbetriebe hinweisen.

Belegt

Die meisten Hanok in Bukchon entstanden in den 1920er- und 1930er-Jahren, als große Anwesen aufgeteilt wurden; seit 2025 ist der touristische Zugang zum belebtesten Bereich auf die Tagesstunden beschränkt.

Quellen und Nachweise

Seoul Metropolitan Government, Informationen zur besonderen Schutzzone Bukchon (2024–2025); Bezirk Jongno, Bukchon Hanok Village; Kim Kyung-min, «Geonchugwang, Gyeongseong-eul mandeulda» („Der König des Bauens schuf Gyeongseong“, 2017).

Fotos:

  • Steile Straße in Bukchon mit traditionellen Hanok-Häusern mit schwarzen Ziegeldächern unter blauem Himmel: Basile Morin, CC BY-SA 4.0.

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