Vor dir steht Donhwamun, das Haupttor des Changdeokgung. Erbaut 1412 und nach dem Imjin-Krieg 1609 wiedererrichtet, ist es das älteste erhaltene Palasttor Seouls.
1Der Nebenpalast, der zum Hauptpalast wurde
König Taejong ließ den Changdeokgung 1405 als Nebenpalast bauen. Doch als 1592 alle Paläste niederbrannten, wurde er als erster wiederaufgebaut und blieb etwa 270 Jahre lang die Hauptresidenz der Könige, während der Gyeongbokgung in Trümmern lag.
Einzigartig macht ihn seine Anlage. Statt eine gerade Achse durchzusetzen, folgen seine Gebäude den Hügeln und dem Wald. Deshalb erklärte die UNESCO ihn 1997 zum Welterbe, als Beispiel für den Einklang von Architektur und Landschaft. Dahinter liegt der Huwon, der „hintere Garten“, bekannt als Geheimer Garten, mit Teichen und Pavillons; besuchen kann man ihn meist nur mit Führung und begrenzter Teilnehmerzahl.
2Der letzte König
Im Changdeokgung ging auch alles zu Ende. Der letzte Kaiser, Sunjong, lebte hier und starb 1926 im Palast. Seine Beerdigung im Juni desselben Jahres löste neue Proteste gegen die Besatzung aus, die Bewegung des 10. Juni.
Wenn du hineingehst, such den Wacholder Hyangnamu, einen Baum, der nach offiziellen Schätzungen rund 750 Jahre alt ist.
3Worauf du achten solltest
- Die zwei Stockwerke und fünf Joche des Donhwamun, ein Privileg königlicher Tore.
- Die bemalten Traufen mit ihrer Dancheong-Dekoration.
- Die Tafel mit dem Namen des Tors in chinesischen Schriftzeichen.

Belegt
Der Changdeokgung wurde 1405 gegründet, war nach 1592 die Hauptresidenz der Könige und ist seit 1997 Welterbe; der Donhwamun stammt von 1412 und wurde 1609 wiedererrichtet.
Quellen und Nachweise
UNESCO World Heritage Centre, «Changdeokgung Palace Complex»; Korea Heritage Service, Verwaltung des Changdeokgung, offizielle Website; Encyclopedia of Korean Culture, Eintrag «Donhwamun».
Fotos:
- Das Tor Donhwamun des Changdeokgung-Palasts, zweistöckig mit fünf Jochen, davor ein Vorplatz: kallerna, CC BY-SA 4.0.
- Nahaufnahme der Namenstafel und der bemalten Traufen des Tors Donhwamun: Bernard Gagnon, CC0.
Fehler entdeckt? Schreib uns und wir sehen es uns an.
