Du bist bei Sevillas großer Postkarte angekommen. Bevor du das Foto machst, halte einen Moment inne und schau hin: Dieser Platz wurde dafür entworfen, langsam erkundet zu werden, Detail für Detail.
1Ein Platz für ein ganzes Land
Aníbal González entwarf ihn für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929 als Hommage an ganz Spanien. Rund um den Halbkreis ziehen sich 48 Keramikbänke, eine für jede Provinz der damaligen Zeit, jeweils mit Wappen, Karte und einer gefliesten Szene aus ihrer Geschichte. Viele Besucher suchen ihre Lieblingsprovinz, um davor zu posieren.
2Kanal, Brücken und Türme
Der Kanal, der den Platz umarmt, ist rund 500 Meter lang und lässt sich im Ruderboot erkunden. Vier Brücken mit glasierten Keramikbalustraden überspannen ihn, gewidmet den alten Königreichen Kastilien, León, Aragón und Navarra. Von oben auf den Treppen hast du den besten Blick auf das ganze Ensemble.
Wenn dir der Platz bekannt vorkommt, hat das einen Grund: Szenen aus „Lawrence von Arabien“ und „Star Wars: Episode II“ wurden hier gedreht.
Ringsum erstreckt sich der Parque de María Luisa, benannt nach der Infantin María Luisa Fernanda, die der Stadt 1893 einen großen Teil dieser Gärten schenkte. Neu gestaltet wurde er vom französischen Landschaftsarchitekten Jean-Claude Nicolas Forestier.
3Worauf du achten solltest
- Die Provinzbänke, in alphabetischer Reihenfolge angeordnet.
- Die Keramikbalustraden an den Brücken.
- Der Arkadengang, ideal, um der Sonne zu entkommen.
Belegt
Der von Aníbal González entworfene Platz wurde für die Iberoamerikanische Ausstellung von 1929 fertiggestellt und hat 48 Keramikbänke, die den spanischen Provinzen gewidmet sind.
Quellen und Nachweise
Stadtverwaltung Sevilla, Visita Sevilla (offizielle Tourismus-Website); Andalucía Film Commission; Wikipedia, „Plaza de España (Seville)“ und „Parque de María Luisa“.
Fotos:
- Blick auf die Plaza de España in Sevilla mit Türmen, Kanal und Brunnen: Carlos Delgado, CC BY-SA 4.0.
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