Du stehst in der Dunlop Street, einer Reihe von Shophouses im Herzen von Little India. Schau hinauf zum Eingang: Dieser Halbkreis mit den Strahlen ist das Originellste an dieser Moschee.
1Eine Moschee für das Viertel
Im 19. Jahrhundert war dies ein Arbeiterviertel. Es gab Viehpferche, Mühlen und in der Nähe eine Pferderennbahn. Viele der Muslime hier waren Händler aus Südindien, dazu Baweaner, Menschen von der Insel Bawean vor Java, die als geschickte Pferdeknechte galten. Für sie entstand um die Mitte des Jahrhunderts eine erste Moschee aus Holz.
Ihre heutige Gestalt verdankt sie Shaik Abdul Gafoor, einem Schreiber in einer Anwaltskanzlei, der schließlich deren Geschäfte führte. Um den Bau zu bezahlen, errichtete er rund um die Moschee Shophouses und vermietete sie. Das neue Gebäude wurde um 1910 fertig und trägt seitdem seinen Namen.
2Eine Sonne aus Propheten
Der Stil mischt indo-islamische, Mogul- und europäische Elemente. Am auffälligsten ist das große halbkreisförmige Motiv über der Tür, das an eine Sonnenuhr erinnert. Seine fünfundzwanzig Strahlen tragen in arabischer Kalligrafie die Namen der fünfundzwanzig im Koran genannten Propheten.
Seit 1979 ist die Moschee ein Nationaldenkmal, und 2003 wurde sie nach einer preisgekrönten Restaurierung wiedereröffnet.
Heute fasst ihr Gebetssaal rund zweitausend Gläubige.
3Worauf du achten solltest
- Die „Sonne“ der Propheten über dem Haupteingang.
- Die Türmchen und die Kuppel auf ihren gestapelten Sockeln.
- Die Shophouses der Dunlop Street, noch immer mit Geschäften im Erdgeschoss.
Belegt
Das heutige Gebäude wurde um 1907-1910 auf Betreiben von Shaik Abdul Gafoor neu errichtet und ist seit dem 5. Juli 1979 ein Nationaldenkmal.
Quellen und Nachweise
National Heritage Board, Roots.gov.sg, „Masjid Abdul Gafoor“; National Library Board, Singapore Infopedia, „Abdul Gafoor Mosque“; Preservation of Sites and Monuments, Denkmalakte.
Fotos:
- Die weiß-grüne Fassade der Abdul-Gafoor-Moschee an der Dunlop Street: Diego Delso, CC BY-SA 4.0.
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