Vor dir liegt die Omotesandō, die Allee der Zelkoven. Heute steht sie für Luxusgeschäfte und zeitgenössische Architektur, doch ihr Name verrät sie: Omotesandō bedeutet „Hauptzugang zu einem Schrein“.
1Der Weg zum Schrein
Die Allee wurde angelegt, um zum Meiji-Schrein zu führen, der 1920 eröffnet wurde. Sie ist etwa einen Kilometer lang, von der Aoyama-dōri bis zur Harajuku-Brücke, und war als feierliche Promenade gedacht. Der Luftangriff vom Mai 1945 setzte sie in Brand, und die meisten der heutigen Bäume wurden nach dem Krieg gepflanzt.
2Die Wohnhäuser, die es nicht mehr gibt
1927 entstanden hier die Dōjunkai-Aoyama-Apartments, nach dem Erdbeben von 1923 aus Beton als moderner, widerstandsfähiger Wohnraum gebaut. Mit den Jahren füllten sie sich mit kleinen Galerien und Läden. Anfang der 2000er-Jahre wurden sie abgerissen, und an ihrer Stelle entwarf der Architekt Andō Tadao das Omotesando Hills, das 2006 eröffnet wurde. Sein Gebäude ist nicht höher als die Zelkoven, und an seinem östlichen Ende ließ er ein Stück der alten Apartments wiedererstehen, als Erinnerung an das, was hier einmal stand.
Sieh dir die Rampe im Inneren des Omotesando Hills an: Sie hat dasselbe Gefälle wie die Allee unter deinen Füßen.
3Worauf du achten solltest
- Die Zelkoven, die sich im Herbst gelb und ocker färben.
- Der efeuberankte Block am östlichen Ende des Omotesando Hills.
- Die Fassaden der Modehäuser, entworfen von namhaften Architekten.
Belegt
Die Allee wurde als Zugang zum 1920 eröffneten Meiji-Schrein angelegt; die Dōjunkai-Apartments von 1927 wurden 2006 durch Andō Tadaos Omotesando Hills ersetzt.
Quellen und Nachweise
Meiji Shrine (Meiji Jingū), official website; Mori Building, information on Omotesando Hills; Jordan Sand, ‘Tokyo Vernacular’ (2013).
Fotos:
- Das Omotesando Hills hinter den Zelkoven der Allee Omotesandō: Kakidai, CC BY-SA 3.0.
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