Vor dir öffnet sich die Takeshita-dōri, eine rund 350 Meter lange Straße, die vom Bahnhof Harajuku bergab zur Meiji-dōri führt. Wenn die Omotesandō das elegante Tokio ist, dann ist dies sein jugendliches Gesicht: laut und mit Absicht übertrieben.
1Vom ruhigen Viertel zum Schaufenster
Der Name stammt von Takeshita, dem alten Namen dieser Gegend, der 1965 mit der Neuordnung der Adressen von den Karten verschwand. Bis in die 1970er-Jahre war es eine Wohnstraße. Ab 1977 gründete sich der Händlerverband, die ersten Crêpe-Läden eröffneten, und die Straße füllte sich mit Teenagern.
2Urbane Stämme
Ende der 1970er-Jahre verkaufte die Boutique Takenoko knallbunte Outfits nach dem Vorbild traditioneller Kleidung; in diesen tanzten Gruppen junger Leute, die Takenoko-zoku, sonntags in der nahen Fußgängerzone. Dann kamen in den 1980ern die Läden mit Andenken an Popstars, in den 1990ern der Gothic- und der Lolita-Stil und im 21. Jahrhundert die internationale Explosion des Kawaii, von allem „Niedlichen“. Viele Läden halten sich nur wenige Jahre; die Straße erfindet sich ständig neu.
Die Harajuku-Crêpes, zu einer Tüte gerollt und mit Sahne und Früchten gefüllt, wurden ab Ende der 1970er-Jahre genau in dieser Straße beliebt.
3Worauf du achten solltest
- Der Eingangsbogen gegenüber dem Bahnhof Harajuku.
- Die Schaufenster der Crêpe-Läden mit ihren ausgestellten Plastikversionen.
- Die Straßenmode: Harajuku ist noch immer ein Ort, um zu sehen und gesehen zu werden.
Belegt
Die Straße ist etwa 350 Meter lang; ihr Händlerverband wurde 1977 gegründet, und der alte Ortsname Takeshita wurde 1965 aufgegeben.
Quellen und Nachweise
Takeshita-dōri Shopkeepers' Association, official website; Shibuya City Office, tourist information; Yuniya Kawamura, ‘Fashioning Japanese Subcultures’ (2012).
Fotos:
- Das Eingangstor der Takeshita-dōri, gegenüber dem Bahnhof Harajuku: Syced, CC0.
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