Willkommen in Valencia durch die Vordertür. Der Nordbahnhof, am 8. August 1917 eröffnet, ist eines der Juwele des valencianischen Modernisme, und seine Fassade verrät dir sofort, wo du bist: überall Orangen, Orangenblätter und Orangenblüten.
1Ein Architekt mit Wiener Blick
Der Entwurf von 1906 stammt vom Valencianer Demetrio Ribes, Architekt der Compañía de los Caminos de Hierro del Norte de España, der Nordbahngesellschaft. Ribes kannte die Wiener Secession gut, und das sieht man an den geometrischen Formen und an der Art, wie er Keramik als Schmuck einsetzt. Die große Metallhalle über den Gleisen, rund 24 Meter hoch, ist das Werk von Enrique Grasset.
2Ein Bahnhof, der Valencianisch spricht
Der Schmuck ist fast ein Katalog alles Valencianischen: Orangen, das Wappen der Stadt, Mosaike von José Mongrell und Keramik aus der Fabrik La Ceramo im Stadtteil Benicalap. In der Eingangshalle wünschen Mosaike den abreisenden Reisenden in mehreren Sprachen „gute Reise“. Ein Blick hinein lohnt sich, wegen des Holzes, der Fliesen und des Lichts.
3Ein Denkmal, das noch arbeitet
Er ist alles andere als ein Museum: Noch immer ist er der wichtigste Bahnhof der Stadt für Nahverkehrs- und Regionalzüge, den jedes Jahr Millionen Fahrgäste nutzen. Er steht als Bien de Interés Cultural unter Denkmalschutz.
Nur wenige Bahnhöfe der Welt sind so stolz auf die Frucht ihres Landes.
4Worauf du achten solltest
- Die Keramikorangen am oberen Rand der Fassade.
- Der Adler, der den Mittelbau krönt.
- Die Stierkampfarena gleich nebenan, aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Belegt
Der Nordbahnhof, 1906 von Demetrio Ribes entworfen, wurde am 8. August 1917 eröffnet und ist ein Bien de Interés Cultural.
Quellen und Nachweise
Adif, historical notes on València Nord station (adif.es); Generalitat Valenciana, Inventario General del Patrimonio Cultural Valenciano; Inmaculada Aguilar Civera, Demetrio Ribes (Generalitat Valenciana, 1980).
Fotos:
- Die Jugendstilfassade des Nordbahnhofs von Valencia: Diego Delso, CC BY-SA 4.0.
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