Vor dir, am Fuß der Akropolis, liegt das einflussreichste Theater der Geschichte. Hier versammelten sich die Athener jedes Frühjahr zu den Dionysien, um in Wettbewerben Tragödien und Komödien zu sehen. Stücke von Aischylos, Sophokles, Euripides und Aristophanes, die bis heute auf der ganzen Welt gespielt werden, wurden an diesen Hängen uraufgeführt.
1Vom Holz zum Stein
Zur Zeit der großen Tragiker im 5. Jahrhundert v. Chr. bestand die Bestuhlung großenteils aus Holz oder einfachen Bänken auf der Erde. Das Steintheater, das du siehst, kam später: Der Staatsmann Lykurg ließ es um 330 v. Chr. bauen, und nach den meisten Schätzungen fasste es etwa 15.000 bis 17.000 Menschen. Die Römer bauten es noch einmal um. Unter Nero wurde die Bühne umgestaltet, später schmückte man sie mit Reliefs aus dem Leben des Dionysos.
2Ein Theater mit reservierten Plätzen
In der ersten Reihe sind Marmorthrone erhalten, in die die Titel ihrer Inhaber eingemeißelt sind. Der mittlere, der prächtigste, gehörte dem Priester des Dionysos Eleuthereus: Das Theater war auch ein religiöser Ort, und die Aufführungen begannen mit Opfern für den Gott.
Der Theaterbesuch war Bürgerpflicht: Die Stadt zahlte sogar den Eintritt für ihre ärmsten Bürger.
3Worauf du achten solltest
- Die Form des Hangs, der die natürliche Neigung des Felsens als eine große Tribüne nutzt.
- Die Akropolismauer direkt darüber: Das Theater lag buchstäblich zu Füßen der Götter.
- Das Akropolis-Museum hinter dir, auf der anderen Straßenseite.
Belegt
Das Steintheater wurde um 330 v. Chr. unter Lykurg an der Stelle eines älteren Theaters errichtet, in dem die Stücke der Dionysien-Wettbewerbe aufgeführt wurden.
Quellen und Nachweise
Griechisches Kulturministerium, Eintrag zum Dionysostheater (odysseus.culture.gr); Ephorie für Altertümer der Stadt Athen; Arthur Pickard-Cambridge, The Theatre of Dionysus in Athens (Oxford, 1946).
Fotos:
- Die halbrunden Sitzreihen des Dionysostheaters, von der Akropolis aus gesehen: Petter Ulleland, CC BY-SA 4.0.
- Überreste des Dionysostheaters unterhalb der Akropolismauer: George E. Koronaios, CC BY-SA 4.0.
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