Du stehst auf dem lebendigsten Platz des Zentrums, auf dem Athen seine Epochen vermischt, ohne um Erlaubnis zu fragen. Sieh dich um: Auf einen Blick erfasst du fast zweitausend Jahre Geschichte und einen Händler, der Sesamkringel verkauft.

1Das kleine Kloster

Der Name stammt von der Kirche, die du unter dem Platzniveau eingesunken siehst, der Panagia Pantanassa. Sie war der Mittelpunkt eines großen Klosters und für die Athener das „Monastiraki“, das Klösterchen. Ihr heutiger Glockenturm und ihre Fassade sind das Ergebnis eines modernen Wiederaufbaus, doch die Kirche selbst ist viel älter.

2Ein Platz aus Schichten

Hinter der Moschee ragen die Säulen der Hadriansbibliothek auf, um 132 n. Chr. von demselben Kaiser erbaut wie das Tor. Sie war mehr als eine Bibliothek: Es gab einen Innenhof mit Garten, ein Wasserbecken und Leseräume. Und unter deinen Füßen verläuft die Metro: Die Station ist die Erbin der Piräus-Bahn, die diesen Ort 1895 erreichte. Als man die moderne Linie grub, kamen antike Überreste zum Vorschein, die du in der Station selbst sehen kannst.

Monastiraki ist das Athen, das verkauft, feilscht und nie stillsteht.

Von hier aus geht die Ifestou-Straße ab, mit ihrem Flohmarkt voller Antiquitäten und Gebrauchtem, und ringsum findest du einige der ältesten Souvlaki-Grills der Stadt.

3Worauf du achten solltest

  • Die Pantanassa-Kirche, einige Stufen unter dem Platz.
  • Die Säulen der Hadriansbibliothek, hinter der Moschee.
  • Die Akropolis, die im Süden über die Dächer ragt.

Belegt

Der Platz trägt den Namen des Pantanassa-Klosters. Neben ihm stehen die Hadriansbibliothek (2. Jahrhundert n. Chr.) und die Tzistarakis-Moschee.

Quellen und Nachweise

Griechisches Kulturministerium, Eintrag zur Hadriansbibliothek; STASY, Metro Athen, Geschichte der Linie 1; This is Athens, die offizielle Tourismus-Website der Stadt.

Fotos:

  • Der Monastiraki-Platz mit der Moschee und der Akropolis im Hintergrund: George E. Koronaios, CC BY-SA 4.0.

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