Der Colaba Causeway ist die lebendigste Straße im Süden Mumbais. Sein Name erinnert daran, dass es hier tatsächlich einen Damm gab: 1838 wurde er gebaut, um die Insel Colaba mit der Insel Bombay zu verbinden, als beide noch getrennt waren. Heute ist er ein langer Markt unter Arkaden, auf dem du um alles feilschst, von T-Shirts bis zu Antiquitäten.

1Ein Irani-Café

Das Leopold Cafe öffnete 1871. Gegründet haben es zoroastrische Iraner, Teil der Gemeinschaft, die im 19. Jahrhundert aus Persien nach Bombay kam und die Stadt mit Cafés voller Bugholzstühle, Spiegel und Marmortische füllte. Es begann als Ölhandlung, war auch Restaurant und Apotheke und erhielt seinen Namen nach König Leopold von Belgien. Der Roman Shantaram machte es zum Pilgerort für Reisende aus aller Welt.

Am 26. November 2008 war es einer der ersten Orte, die bei den Anschlägen von Mumbai angegriffen wurden; rund zehn Menschen kamen ums Leben. Das Café öffnete wenige Tage später wieder und bewahrt einige Spuren jener Nacht als Erinnerung.

2Unterwegs in Mumbai

Durch diese Straße fahren viele schwarz-gelbe Taxis, die Kaali-Peeli. Die klassischen Premier Padmini, jahrzehntelang eine Ikone der Stadt, wurden 2023 ausgemustert, doch die Farben sind geblieben. Bitte den Fahrer immer, das Taxameter einzuschalten, oder buche über eine App. Und hab beim Überqueren Geduld: Der Verkehr achtet nicht immer auf Zebrastreifen.

In Mumbai kann ein Café zugleich Geschichte, Erinnerung und Treffpunkt sein.

3Worauf du achten solltest

  • Das rote Schild mit der Jahreszahl 1871.
  • Die Stände auf dem Gehweg unter den Arkaden.
  • Die schwarz-gelben Taxis, eine weitere Ikone der Stadt.

Belegt

Das Leopold Cafe wurde 1871 von zoroastrischen Iranern gegründet und am 26. November 2008 angegriffen.

Quellen und Nachweise

Gregory David Roberts, 'Shantaram' (2003); Sharada Dwivedi und Rahul Mehrotra, 'Bombay: The Cities Within' (1995); Regierung von Maharashtra, Bericht des High Level Enquiry Committee (Pradhan Committee) zu den Anschlägen von 2008 (2009).

Fotos:

  • Fassade des Leopold Cafe mit seinem großen roten Schild „Since 1871“: Karthik Nadar, CC BY-SA 3.0.

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