Vor dir, in die Felswand des Burgbergs eingelassen, steht das Denkmal, mit dem Nizza seine Toten des Ersten Weltkriegs ehrte. Der Ort ist nicht zufällig gewählt: Es war ein alter Steinbruch in der Klippe, zwischen Hafen und Altstadt.
1Eine Urne im Fels
Der Architekt Roger Séassal, Träger des Prix de Rome, gewann den Wettbewerb für das Denkmal. Der Grundstein wurde am 11. November 1924 gelegt, und zur Einweihung Ende Januar 1928 kam Marschall Foch. Das Denkmal ist rund zweiunddreißig Meter hoch. In seiner Mitte erhebt sich unter einem großen Bogen eine monumentale Urne, umgeben von Tafeln mit den Namen von mehr als dreieinhalbtausend Gefallenen aus Nizza.
Zu beiden Seiten meißelte der Bildhauer Alfred Janniot zwei große Hochreliefs: links den Krieg, rechts den Frieden. Fünf Stufen führen zur Urne hinauf, eine für jedes Kriegsjahr von 1914 bis 1918.
Jeder Name, der hier eingemeißelt ist, gehört einem Mann aus Nizza, der nie von der Front zurückkehrte: ein gewaltiger Verlust für eine Stadt, die kaum ein halbes Jahrhundert zuvor noch zum Königreich Sardinien gehört hatte.
2Das Kap, das Hüte stiehlt
Der Ort heißt Rauba Capeù, auf Nissart „Hutdieb“: Der Wind bläst um diese Landspitze so heftig, dass er den Passanten, wie man hier gern sagt, die Hüte vom Kopf reißt. Seit 2011 steht das Denkmal unter Denkmalschutz.
3Worauf du achten solltest
- Die Reliefs von Janniot: links der Krieg, rechts der Frieden.
- Die fünf Stufen, die zur Urne hinaufführen.
- Der behauene Fels des alten Steinbruchs, der das ganze Denkmal einrahmt.
Belegt
Entworfen vom Architekten Roger Séassal mit Skulpturen von Alfred Janniot, 1924 begonnen und im Januar 1928 eingeweiht; seit 2011 steht es unter Denkmalschutz.
Quellen und Nachweise
Ministère de la Culture, DRAC Provence-Alpes-Côte d'Azur, „Nice – Monument aux morts“ (Label Architecture contemporaine remarquable); Datenbank Mérimée; englische Wikipedia, „Monument to the Dead of Rauba-Capeu“.
Fotos:
- Das Kriegerdenkmal Rauba Capeù, ein großer weißer Bogen im Fels des Burgbergs: Alistair Cunningham, CC BY 3.0.
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