Vor dir blickt Toyotomi Hideyoshi von einem hohen Sockel auf jeden herab, der hierherkommt. Aus einfachen Verhältnissen stammend, vollendete er im späten 16. Jahrhundert die Einigung Japans und ließ die Burg von Osaka bauen. Hier erinnert man sich nicht einfach an eine historische Figur: In diesem Schrein wird er als Kami verehrt, als Gottheit.
1Ein Gott namens Hideyoshi
Nach seinem Tod im Jahr 1598 wurde Hideyoshi in Kyoto vergöttlicht. Die Tokugawa, die nach ihm die Macht übernahmen, sorgten dafür, dass sein Kult verblasste. Erst die Meiji-Zeit rehabilitierte seinen Ruf: 1879 wurde dieser Schrein auf Nakanoshima im Zentrum Osakas als Zweig des Schreins in Kyoto gegründet. 1961 zog er hierher, auf das Burggelände.
Neben Hideyoshi ehrt der Schrein auch seinen Sohn Hideyori und seinen Halbbruder Hidenaga.
2Eine Statue kehrt zurück
Die erste Hideyoshi-Statue an der Burg wurde 1903 aufgestellt, doch 1943 wurde sie für die Kriegsanstrengungen eingeschmolzen, wie so viele Bronzen in Japan. Die heutige, etwa drei Meter hoch, stammt vom Bildhauer Nakamura Shin’ya und wurde 2007 enthüllt.
Jedes Jahr am 18. August, dem Todestag, feiert der Schrein das Taikō-Fest.
3Worauf du achten solltest
- Die Statue Hideyoshis auf ihrem hohen Sockel.
- Das Paulownia-Wappen, Symbol der Toyotomi, auf Vorhängen und Laternen.
- Der Steingarten Shūseki-tei von Shigemori Mirei (1972), wenn du hineingehst.
Belegt
Der Schrein wurde 1879 auf Nakanoshima gegründet und 1961 zur Burg verlegt; die heutige Hideyoshi-Statue von Nakamura Shin’ya wurde 2007 enthüllt.
Quellen und Nachweise
Hōkoku-Schrein, Osaka (offizielle Website, Geschichte); japanische Wikipedia, „豊國神社 (大阪市)“; Mary Elizabeth Berry, „Hideyoshi“ (Harvard University Press, 1982).
Fotos:
- Hof des Hōkoku-Schreins mit Torii und der Statue von Toyotomi Hideyoshi: William.q.trang, CC BY-SA 4.0.
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