Vor dir steht Fusiliers' Arch, der Haupteingang zum St Stephen's Green. Bis 1663 war das hier eine sumpfige Allmende am Rand von Dublin, auf der Vieh weidete. In jenem Jahr umzäunte die Stadtverwaltung die Mitte, verkaufte die Grundstücke ringsum und baute 1664 eine Mauer. Zwei Jahrhunderte lang war der Park nur für Anwohner mit Schlüssel zugänglich.

1Ein Geschenk von Guinness

Sir Arthur Edward Guinness, der spätere Lord Ardilaun, setzte 1877 ein Gesetz durch, um den Park der Öffentlichkeit zu öffnen, und bezahlte seine heutige Gestaltung. Am 27. Juli 1880 öffnete er wieder für alle. Seine sitzende Statue steht an der Westseite.

2Ein umstrittener Torbogen

Der Bogen wurde 1907 zum Gedenken an die Soldaten der Royal Dublin Fusiliers errichtet, die im Burenkrieg in Südafrika gefallen waren. An seiner Unterseite sind die Namen von 222 Toten eingemeißelt. Für die Nationalisten, die in diesem Krieg ein imperiales Abenteuer sahen, wurde er zum „Tor der Verräter“.

Während des Osteraufstands 1916 stellten beide Seiten das Feuer ein, damit der Parkwächter die Enten füttern konnte.

1916 hoben rund zweihundert Aufständische der Irish Citizen Army mit Michael Mallin und Constance Markievicz im Park Schützengräben aus. Britische Soldaten schossen vom Shelbourne Hotel auf sie herab, und die Rebellen mussten sich ins Royal College of Surgeons zurückziehen.

3Worauf du achten solltest

  • Die Einschusslöcher von 1916 im Stein des Bogens.
  • Die eingemeißelten Namen unter dem Bogen.
  • Der See und seine Enten, wenige Schritte vom Eingang entfernt.

Belegt

Der Park wurde 1664 ummauert und 1880 der Öffentlichkeit geöffnet, der Bogen 1907 eingeweiht; die Feuerpause zum Entenfüttern taucht in Berichten über 1916 auf.

Quellen und Nachweise

Office of Public Works, offizielle Website von St Stephen's Green; Royal Dublin Fusiliers Association, Informationen zu Fusiliers' Arch; Charles Townshend, Easter 1916: The Irish Rebellion (Penguin, 2005).

Fotos:

  • Fusiliers' Arch, das Granittor am Eingang zum St Stephen's Green: Harry Mitchell, CC BY 4.0.

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