Du steigst die Cordonata hinauf, eine Rampe mit flachen Stufen, und erreichst einen der schönsten Plätze Roms. Der Kapitolinische Hügel war das religiöse Herz der antiken Stadt, gekrönt vom großen Tempel des Jupiter Optimus Maximus. Im Mittelalter wurde er zum Sitz der römischen Stadtverwaltung, und das ist er bis heute: Im Palazzo Senatorio direkt vor dir hat der Bürgermeister sein Amt.

1Michelangelos Platz

1538 ließ Papst Paul III. das Reiterstandbild des Mark Aurel hierherbringen und beauftragte Michelangelo, den Hügel zu ordnen, der damals recht verwahrlost aussah. Er entwarf einen trapezförmigen Platz, den drei Paläste mit aufeinander abgestimmten Fassaden einfassen, und ein Pflaster mit sternförmigem Muster. Die Arbeiten zogen sich nach seinem Tod 1564 über mehr als ein Jahrhundert hin, und das Pflaster wurde erst 1940 nach Stichen seines Entwurfs verlegt.

Die Statue des Mark Aurel ist das einzige große römische Reiterstandbild aus Bronze, das fast unversehrt erhalten ist. Dem mittelalterlichen Schmelzofen, in dem heidnische Bronzen sonst landeten, entging sie, weil man glaubte, sie stelle Konstantin dar, den christlichen Kaiser. Die Statue in der Mitte ist eine Kopie; das restaurierte Original steht in den Kapitolinischen Museen. Die Museen entstanden 1471, als Papst Sixtus IV. dem römischen Volk eine Gruppe antiker Bronzen schenkte.

2Worauf du achten solltest

  • Die Dioskuren, Kastor und Pollux, mit ihren Pferden oben an der Cordonata.
  • Der Stern im Pflaster, am besten von den Stufen des Palazzo Senatorio aus zu sehen.
  • Der Blick auf das Forum Romanum: Geh um die rechte Seite des Palazzo Senatorio herum und schau von der Terrasse hinaus.

Belegt

Die Statue des Mark Aurel wurde 1538 unter Paul III. aufs Kapitol versetzt, der Platz folgt Michelangelos Entwurf, und die Kapitolinischen Museen gehen auf die Schenkung Sixtus' IV. von 1471 zurück.

Quellen und Nachweise

Musei Capitolini (offizielle Website, Geschichte des Museums und des Mark Aurel); Roma Capitale, Seite zum Palazzo Senatorio; James S. Ackerman, «The Architecture of Michelangelo» (University of Chicago Press).

Fotos:

  • Die Piazza del Campidoglio mit dem Senatorenpalast im Hintergrund: Joseolgon, CC BY 4.0.

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