Such nicht nach einem alten Haus: Das Gebäude, in dem Wolfgang Amadeus Mozart wohnte und starb, existiert nicht mehr, an seiner Stelle steht heute das Kaufhaus an der Ecke. Aber hier, in einer geräumigen Wohnung in der damaligen Rauhensteingasse 970, verbrachte der Komponist sein letztes Lebensjahr.
1Mit 35 gestorben
Mozart starb am 5. Dezember 1791 kurz vor ein Uhr nachts. Das Pfarrbuch nannte als Ursache „hitziges Frieselfieber“. Moderne Ärzte haben Dutzende Diagnosen vorgeschlagen, von der Nierenentzündung bis zum rheumatischen Fieber, und keine ist schlüssig.
2Der Auftrag des Fremden
Einige Monate zuvor hatte ein Bote bei ihm eine Totenmesse bestellt, ohne zu verraten, wer sie bezahlte. Heute wissen wir, dass es Graf Franz von Walsegg war, der das Werk zum Gedenken an seine Frau als sein eigenes ausgeben wollte. Mozart starb, bevor er dieses Requiem vollenden konnte, und das Rätsel um den anonymen Auftraggeber nährte jede Art von Fantasie.
Nach dem, was seine Witwe Constanze Jahre später erzählte, sagte Mozart ihr einmal, er glaube, vergiftet worden zu sein.
3Das Gerücht um Salieri
Nach seinem Tod verbreitete sich das Gerücht, der Hofkomponist Antonio Salieri habe ihn aus Eifersucht vergiftet. Es gibt dafür keinen Beweis, und die Historiker weisen es zurück. Doch Puschkin machte daraus 1830 ein Theaterstück und Peter Shaffer „Amadeus“, 1984 von Miloš Forman verfilmt. Dank ihnen ist die Falschmeldung heute bekannter als die Wahrheit.
4Worauf du achten solltest
- Die Gedenktafel an der Fassade der Nummer 8.
- Die Enge der Gasse, die ihren Verlauf aus dem 18. Jahrhundert bewahrt hat.
- Der Domturm, der im Norden aufragt: Dort hat Mozart geheiratet, und dort wurde sein Leichnam eingesegnet.
Belegt
Mozart starb hier am 5. Dezember 1791; das Pfarrbuch nennt „hitziges Frieselfieber“, und das Requiem war ein anonymer Auftrag von Graf Walsegg.
Mündliche Überlieferung
Die Vergiftung durch Salieri ist ein Gerücht ohne Beleg, das Literatur und Film zur Legende gemacht haben.
Quellen und Nachweise
Mozarthaus Vienna, Wien Museum (mozarthausvienna.at); Christoph Wolff, „Mozart's Requiem: Historical and Analytical Studies“ (1994); Wien Geschichte Wiki, Eintrag „Mozart-Sterbehaus“.
Fotos:
- Marmortafel mit goldener Schrift an dem Haus, in dem Mozart am 5. Dezember 1791 starb: Gerd Eichmann, CC BY-SA 4.0.
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