Die Dächer Wiens, vom Südturm des Stephansdoms aus gesehen, im Vordergrund das bunte Ziegeldach
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Wien in 2 Tagen

  • 2 Tage
  • 4,9 km zu Fuß
  • 18 Stationen
  • Audioguide

Zwei Tage geben dir, was ein Tag nicht kann: Zeit, dich in ein Café zu setzen, ein Museum zu besuchen und die Innere Stadt zu verlassen. Der erste Tag gehört den großen Klassikern und den Geheimnissen, der zweite verbindet Geschichte mit einem großen Museum und einem Kaiserschloss. Das Tempo ist angenehm, der Plan umfassend, genau richtig für ein Wien ohne Hetze.

Tag 1Klassiker, ein Markt und sagenhafte Gassen

Beginne mit der Route «Wiens Highlights», vom Stephansdom zur Karlskirche, und geh dann zu Figlmüller für ein Wiener Schnitzel. Der freie Nachmittag bleibt in der Nähe des Karlsplatzes: ein Bummel über den Naschmarkt und ein Besuch der Secession. Zum Sonnenuntergang geht es zurück ins Zentrum zur Mysterien-Route mit Stock im Eisen, Blutgasse und Basiliskenhaus, die im Abendlicht besonders stimmungsvoll sind. Zum Abschluss ein Tafelspitz im Griechenbeisl, das zugleich die letzte Station ist.

  1. Am Vormittag

    Wiens Highlights: vom Stephansdom zur Karlskirche

    Mix · 2 km · 1 h 50 min

    1. StephansdomDas Herz Wiens: ein romanisches Riesentor, ein 136 Meter hoher gotischer Turm und ein buntes Dach, das 1945 aus der Asche entstand.
    2. Graben und PestsäuleEin römischer Graben, der zu Wiens elegantester Promenade wurde, mit dem Denkmal in der Mitte, das ein Kaiser aus Dank für das Ende der Pest errichtete.
    3. Michaelerplatz und HofburgDas prächtige Tor zum Palast, von dem aus die Habsburger über sechs Jahrhunderte herrschten, gegenüber einer Fassade, die Wien schockierte.
    4. AlbertinaEin Palast auf einem erhaltenen Stück der Stadtmauer, Heimat von Dürers Feldhase und rund einer Million Zeichnungen und Druckgrafiken.
    5. Wiener StaatsoperDas erste große Gebäude an der Ringstraße, von der Kritik bei der Eröffnung so zerrissen, dass keiner ihrer beiden Architekten die Vollendung erlebte.
    6. KarlskircheDas Gelübde eines Kaisers in der Pestzeit wurde zu Wiens spektakulärster Barockkirche, mit zwei Säulen, die dem antiken Rom abgeschaut sind.

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  2. Mittagessen

    Probier Wiener Schnitzel bei Figlmüller. Wollzeile 5, Viena

  3. Am Nachmittag

    Naschmarkt

    Wiens großer Markt mit Ständen für Gewürze, Oliven, Käse und Spezialitäten aus aller Welt. Er liegt nur wenige Gehminuten vom Karlsplatz entfernt und passt daher gut ans Ende der Route. Geh hin, bevor es voll wird.

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    Secession

    Das Jugendstilgebäude mit der goldenen Kuppel aus Lorbeerblättern, nur einen Katzensprung vom Markt entfernt. Es beherbergt den Beethovenfries von Klimt. Auch von außen lohnt sich der Blick auf das Wahrzeichen des Wiener Jugendstils.

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  4. Am frühen Abend

    Das Wien des Basilisken: Teufel, Pest und ein ungeklärter Tod

    Geheimnisse & Legenden · 1,3 km · 1 h 30 min

    1. Mozarts SterbehausHier starb Mozart in den frühen Morgenstunden des 5. Dezember 1791, mit einem halb fertigen Requiem und einem Gerücht, das nie ganz verschwunden ist.
    2. Stock im EisenEin mittelalterlicher Fichtenstamm voller Nägel, hinter Glas an Wiens belebtester Ecke, mit einem Vorhängeschloss, das noch nie jemand öffnen konnte.
    3. Der unvollendete Turm des StephansdomsEin Turm, der auf halber Strecke stehen blieb, ein Baumeister, der vom Gerüst stürzte, und ein Christus, der angeblich Zahnweh hatte.
    4. BlutgasseEine mittelalterliche Gasse mit einem beunruhigenden Namen, ein Massaker an den Templern, das nie stattfand, und Wiens berühmtester Bewohner gleich um die Ecke.
    5. BasiliskenhausDer Sage nach erschien in einem Bäckerbrunnen ein Ungeheuer, dessen Atem töten konnte. Seine steinerne Gestalt wacht noch immer über die Gasse.
    6. Griechenbeisl und der liebe AugustinWiens ältestes Wirtshaus hält die Erinnerung an einen Pfeifer wach, der der Sage nach seinen Rausch in einer Pestgrube ausschlief und singend wieder herauskam.

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  5. Abendessen

    Probier Tafelspitz bei Griechenbeisl. Fleischmarkt 11, Viena

Tag 2Zwei Jahrtausende und ein Sommerschloss

Widme den Vormittag der Geschichtsroute, von Vindobona bis zum Balkon von 1938: Ruprechtskirche, Ankeruhr am Hohen Markt, Judenplatz und zum Schluss der Heldenplatz. Zum Mittagessen etwas Leichtes, mit Sachertorte als Dessert im Café Sacher oder bei Demel, die beide nah beieinander liegen. Nachmittags hast du zwei Möglichkeiten, die sich kombinieren lassen, wenn du fit bist: das Kunsthistorische Museum direkt gegenüber dem Heldenplatz und Schloss Schönbrunn, ein Stück mit der U-Bahn.

  1. Am Vormittag

    Von Vindobona zum Balkon von 1938: zweitausend Jahre Wien

    Geschichte · 1,6 km · 1 h 40 min

    1. RuprechtskircheDie älteste noch erhaltene Kirche Wiens, auf dem einstigen Rand des römischen Lagers gelegen.
    2. Hoher Markt und AnkeruhrUnter dem Platz liegen die Häuser römischer Offiziere; darüber lässt eine Jugendstiluhr die großen Gestalten der Wiener Geschichte defilieren.
    3. JudenplatzDer Platz des mittelalterlichen jüdischen Wien, 1421 zerstört, trägt heute eine Betonbibliothek, deren Bücher niemand öffnen kann.
    4. Am HofDer größte Platz der Altstadt war der erste Hof der Herzöge von Österreich und Schauplatz einer Lynchjustiz in der Revolution von 1848.
    5. BallhausplatzEin Name, der von einem Ballspiel stammt und für Österreicher heute das bedeutet, was Downing Street für die Briten ist.
    6. Heldenplatz und Neue BurgEin Platz, der einer napoleonischen Sprengung entstammt, zwei Helden zu Pferd und der Balkon, von dem Hitler den Anschluss verkündete.

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  2. Mittagessen

    Probier Sachertorte bei Café Sacher. Philharmoniker Straße 4, Viena

  3. Am Nachmittag

    Kunsthistorisches Museum

    Eines der großen Museen Europas: die Sammlung der Habsburger mit einem unvergesslichen Saal von Pieter Bruegel dem Älteren. Es liegt gegenüber dem Heldenplatz, wo die Route endet. Besser reservieren und nicht alles sehen wollen.

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    Schloss Schönbrunn

    Die Sommerresidenz der Habsburger mit riesigem Garten und der Gloriette auf der Anhöhe. Von der Innenstadt brauchst du mit der U-Bahn rund 20 Minuten. Auch ohne Schlossbesuch ist der Park ein schöner Tagesabschluss.

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Die Karte

2 Tage in Wien auf der Karte

Die Stationen jeder Tour sind der Reihe nach nummeriert; die Sterne sind die Extra-Tipps.

Mix Geheimnisse & Legenden Geschichte Extra-Tipp

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Bevor du losgehst

Tipps für 2 Tage in Wien

  • Kauf eine 24- oder 48-Stunden-Karte für die Öffis: Sie rechnet sich mit der U-Bahn nach Schönbrunn und den Wegen zwischen den Routen, und das Wiener Netz ist pünktlich und sauber.
  • Der Naschmarkt ist sonntags in der Regel geschlossen und viele Museen haben einen wöchentlichen Ruhetag: Fällt dein Tag 1 auf einen Sonntag, tausch die Reihenfolge der Tage und prüfe die Öffnungszeiten.
  • Der erste Tag geht am meisten auf die Füße (fast fünf km zwischen Routen und Extras, auf Kopfsteinpflaster): bequeme Schuhe einpacken und Schönbrunn für den zweiten Tag aufheben.

Fragen

Häufige Fragen: 2 Tage in Wien

Reichen zwei Tage für Wien?

Ja, das ist die gängigste und eine sinnvolle Dauer. Du siehst die Altstadt, ein großes Museum, ein Schloss und einen Markt, ohne zu hetzen. Wer Kunst liebt, wird noch mehr wollen, aber als erste Reise ist es sehr gut.

Wie viele Kilometer läuft man in 2 Tagen?

Die Routen kommen zusammen auf 4,9 km: 3,3 km am ersten Tag (Highlights und Mysterien) und 1,6 km am zweiten (Geschichte). Mit Extras, Wegen und Besuchen sind es etwa 8 bis 10 km pro Tag.

Wo übernachtet man am besten für diesen Plan?

Im ersten Bezirk oder in der Nähe (Landstraße, Neubau, Wieden): Du erreichst fast alles zu Fuß und Schönbrunn mit der U-Bahn. In der Nähe einer Station der U1, U3 oder U4 ist alles bequemer.

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