Die hohe Steinmauer, auf der der Palast steht, ist eines der wenigen erhaltenen Stücke von Wiens Befestigungen: die Augustinerbastei. Darauf sitzt die Habsburgerresidenz, in der heute eines der großen Museen der Welt für Grafik untergebracht ist.

1Eine Sammlung von einer Million Werken

Der Name geht auf Herzog Albert von Sachsen-Teschen zurück, den Schwiegersohn Maria Theresias, der die Sammlung 1776 begründete. Heute umfasst die Sammlung rund eine Million Zeichnungen und Druckgrafiken von der Renaissance bis zur Gegenwart: Michelangelo, Rubens, Klimt, Schiele. Das berühmteste Stück ist Albrecht Dürers „Feldhase“ von 1502, ein Aquarell von solcher Zartheit, dass es nur zu seltenen Anlässen gezeigt wird.

2Eine Klinge über der Bastei

Das Reiterstandbild zeigt Erzherzog Albrecht, den Sieger der Schlacht bei Custoza 1866. Über dem Eingang löste Hans Holleins scharfes Dach von 2003 ebenso viel Kontroverse wie Bewunderung aus.

3Ein Platz mit Gedächtnis

Sieh dich um: Der Freiraum nebenan, heute Helmut-Zilk-Platz, liegt an der Stelle des Philipphofs, eines Wohnhauses, das bei einem Luftangriff am 12. März 1945 über den Menschen im Keller einstürzte, die dort Schutz gesucht hatten. Seit 1988 steht hier Alfred Hrdlickas Mahnmal gegen Krieg und Faschismus.

Eine seiner Figuren, ein auf den Knien das Pflaster schrubbender jüdischer Mann, erinnert an die öffentlichen Demütigungen vom März 1938.

4Worauf du achten solltest

  • Die Basteimauer, ein Rest der Stadtmauern.
  • Holleins Dach über dem Eingang.
  • Hrdlickas Mahnmal, auf dem Platz nebenan.

Belegt

Die Sammlung wurde 1776 von Albert von Sachsen-Teschen begründet; sie umfasst rund eine Million Werke, darunter Dürers „Feldhase“ (1502); Hrdlickas Mahnmal wurde 1988 enthüllt.

Quellen und Nachweise

Albertina Museum (albertina.at); Wien Geschichte Wiki, Einträge „Albertina“ und „Mahnmal gegen Krieg und Faschismus“; Wikipedia, „Albertina (Wien)“.

Fotos:

  • Die Albertina-Bastei mit dem Reiterstandbild von Erzherzog Albrecht, dem Brunnen und Holleins klingenartigem Dach: Txllxt TxllxT, CC BY-SA 4.0.

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