Vor dir liegt der Chợ Bến Thành, der Ben-Thanh-Markt. Für viele ist der Uhrturm über seinem Südtor das inoffizielle Wahrzeichen der Stadt.

1Ein Name, der vom Fluss kommt

Der Name bedeutet „Kai der Zitadelle“. Der erste Markt lag am Flussufer, neben der Anlegestelle, über die man in die vietnamesische Zitadelle von Gia Định gelangte. Die Franzosen bauten ihn nach der Eroberung von 1859 neu, doch um 1911 drohte das alte Gebäude einzustürzen. Man beschloss, den Markt hierher zu verlegen, auf sumpfiges Gelände, das eigens dafür aufgeschüttet wurde. Die Firma Brossard et Mopin baute ihn zwischen 1912 und März 1914, mit einem feuerfesten Metallgerüst.

2Drei Tage Fest

Laut der damaligen Presse lockte die Eröffnung vom 28. bis 30. März 1914 mehr als hunderttausend Menschen an, mit Feuerwerk und Festwagen. Jahrzehntelang nannten ihn die Einheimischen einfach den „neuen Markt“, um ihn vom alten zu unterscheiden. Die letzte große Renovierung war 1985. Heute hat er rund 1.500 Stände: Kleidung und Stoffe im Süden, fertige Gerichte und Obst im Norden, Kaffee, Gewürze und Fischsauce im Osten. Wenn es Abend wird, baut sich in den Seitenstraßen ein Nachtmarkt auf.

3Worauf du achten solltest

  • Die Uhr am Südturm.
  • Die Keramikreliefs über den Toren, 1952 in den Werkstätten von Biên Hòa gefertigt: über dem Südtor ein Ochsenkopf und ein Karpfen.
  • Die Station Bến Thành der ersten Metrolinie, eröffnet im Dezember 2024, direkt gegenüber.
Alte Fotografie des Ben-Thanh-Markts in den 1920er-Jahren mit seinem Uhrturm
Saigons „großer Markt“ in den 1920er-Jahren.

Belegt

Der Bau zwischen 1912 und 1914, die Eröffnung im März 1914 und die Renovierung von 1985 sind in der Stadtgeschichte belegt.

Quellen und Nachweise

Verwaltung des Ben-Thanh-Markts; Tim Doling, Exploring Ho Chi Minh City (Thế Giới, 2014); vietnamesischsprachige Wikipedia, „Chợ Bến Thành“.

Fotos:

Fehler entdeckt? Schreib uns und wir sehen es uns an.