Wir enden an dem Ort, der der Stadt ihren Namen gab. Mumba Devi ist eine Form der Muttergöttin, die die Koli verehren, die Fischer der sieben Inseln. Aus „Mumba“ und „Aai“, Marathi für „Mutter“, wird Mumbai – so hieß die Stadt auf Marathi schon immer, und seit 1995 ist es ihr offizieller Name. „Bombay“ dagegen kommt vom portugiesischen „Bombaim“; die verbreitete Erklärung, es bedeute „gute Bucht“, ist reizvoll, doch viele Historiker bezweifeln sie.

1Ein Tempel, der umzog

Das erste Heiligtum stand bei Bori Bunder, wo sich heute der Bahnhof CSMT befindet, den du vorhin gesehen hast. Im 18. Jahrhundert wurde es abgerissen und hier in Bhuleshwar neu errichtet; der Tempel selbst nennt das Jahr 1737, andere Quellen sprechen von späteren Daten. Rundherum wuchs eines der dichtesten Geschäftsviertel der Stadt: Der Zaveri Bazaar, der Markt der Juweliere, liegt gleich um die Ecke.

2Die Göttin und der Dämon

Nach der Überlieferung des Tempels wurde die Göttin gesandt, um einen Dämon namens Mumbaraka zu besiegen, der die Inselbewohner in Angst und Schrecken versetzte. Besiegt flehte der Dämon sie an, seinen Namen anzunehmen. Es ist eine fromme Erzählung, keine historische Tatsache.

Eine Metropole mit mehr als zwanzig Millionen Menschen, die noch immer den Namen der Göttin einer Fischergemeinschaft trägt.

3Worauf du achten solltest

  • Das beleuchtete Schild mit dem Namen des Tempels in Devanagari.
  • Die Girlandenstände, die Tagetes für die Opfergaben verkaufen.
  • Die Juweliergeschäfte des Zaveri Bazaar, nur wenige Schritte entfernt.

Belegt

Mumba Devi war die von den Koli verehrte Göttin; ihr erster Tempel stand bei Bori Bunder und wurde im 18. Jahrhundert nach Bhuleshwar verlegt.

Mündliche Überlieferung

Der Sieg der Göttin über den Dämon Mumbaraka und seine Bitte, sie möge seinen Namen annehmen, gehören zur frommen Überlieferung des Tempels.

Quellen und Nachweise

Shree Mumbadevi Mandir Trust, Geschichte des Tempels (mumbadevi.org.in); S. M. Edwardes, 'The Gazetteer of Bombay City and Island' (1909-1910); Gillian Tindall, 'City of Gold: The Biography of Bombay' (1982).

Fotos:

  • Leuchtend orangefarbenes Schild in Devanagari-Schrift über dem Eingang des Mumba-Devi-Tempels: AmanAgrahari01, CC BY-SA 4.0.

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