Vor dir liegt Chenxiangge, der „Adlerholz-Pavillon“. Es ist ein kleiner Tempel, versteckt zwischen den Häusern der Altstadt, und fast immer ruhiger als der quirlige Basar, aus dem du gerade kommst.
1Die Statue aus dem Wrack
Der Tempel ist mit derselben Familie verbunden wie der Yu-Garten. Im Jahr 1600 ließ Pan Yunduan hier, neben seiner Residenz, einen Pavillon bauen, um ein Bildnis der Guanyin aufzunehmen, der buddhistischen Gestalt des Mitgefühls. Es war aus Adlerholz geschnitzt, einem dunklen, duftenden und sehr begehrten Holz.
Nach der im Tempel überlieferten Erzählung barg Pan Yunduan die Statue aus einem im Huai-Fluss gesunkenen Boot, während er Arbeiten an dessen Ufern leitete, und brachte sie nach Shanghai, damit sie seine Familie beschütze.
Woher die Statue stammte und wie sie auf dieses Boot kam, lässt die Legende offen.
2Verfall und Wiederaufbau
Der Pavillon stürzte am Ende der Ming-Dynastie ein. 1801 wurde er an dieser Stelle neu errichtet und im Lauf des 19. Jahrhunderts um weitere Hallen ergänzt. In der Kulturrevolution wurden seine Bildnisse zerstört, auch die Guanyin aus Adlerholz, und das Gebäude diente als Werkstatt. In den 1980er-Jahren wurde der Kult wieder aufgenommen; 1992 stellte man eine neue Guanyin aus Adlerholz auf, und der Tempel wurde zu einem Kloster buddhistischer Nonnen.
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3Worauf du achten solltest
- Das Schild mit den drei Schriftzeichen seines Namens.
- Die Drachen und Figuren auf dem Dach.
- Der Duft von Räucherstäbchen, der bis auf die Straße zieht.
Belegt
Pan Yunduan gründete den Pavillon im Jahr 1600; er wurde 1801 neu errichtet, verlor seine Bildnisse in der Kulturrevolution und ist seit 1992 ein Nonnenkloster.
Mündliche Überlieferung
Die Bergung der Statue aus einem im Huai-Fluss gesunkenen Boot gehört zur Überlieferung des Tempels selbst und lässt sich nicht überprüfen.
Quellen und Nachweise
Chinesische Wikipedia, „沉香阁“; Buddhistische Vereinigung Shanghai; Bezirksregierung Huangpu, geschütztes Kulturerbe.
Fotos:
- Hölzernes Tor des Tempels Chenxiangge mit roten Laternen: Siyuwj, CC BY-SA 4.0.
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