Die Long Street ist die lebendigste Straße der Innenstadt: tagsüber Plattenläden, Antiquariate und Cafés, nachts Bars und Musik. Achte auf die schmiedeeisernen Balkone über dem Gehweg. Die meisten stammen aus dem späten 19. Jahrhundert, als sich die viktorianische Stadt mit Gusseisen aus Großbritannien füllte.

1Das Haus von Jan van Bougies

Such jetzt die Nummer 185. Zwischen den viktorianischen Fassaden taucht ein grünes Haus auf, schlichter und älter, mit einer Palme davor. Es ist das am wenigsten veränderte Gebäude der ganzen Long Street. Gebaut wurde es um 1788 als Wohnhaus, und 1807 kauften es zwei freie Männer, die einst Sklaven gewesen waren: Jan van Bougies und Frans van Bengalen.

Beide gehörten zur Gemeinde der Auwal-Moschee, der ersten am Kap, und verließen sie nach einem Streit darüber, wer der nächste Imam werden sollte. Hier richteten sie die zweite Moschee der Stadt ein, und wahrscheinlich kam damals das Obergeschoss hinzu. Jan van Bougies wurde 1811 Alleineigentümer. Als er 1846 starb, laut den damaligen Aufzeichnungen mit 112 Jahren, legte er schriftlich fest, dass das Haus eine Moschee bleiben solle.

Der Name kommt von den zwei Palmen, die im Vorgarten wuchsen. Eine knickte der Wind um, 1965 wurde eine neue gepflanzt.

Schau dir die Tür und die niedrigen Fenster an: So waren sie nicht geplant. Im Lauf der Jahre stieg das Straßenniveau an, und das Haus versank nach und nach unter dem Gehweg.

Wenn du abends in die Long Street zurückkommst, geh in der Gruppe und bleib auf den belebtesten Abschnitten.

2Worauf du achten solltest

  • Die Palme, die der Moschee ihren Namen gibt.
  • Der abgesunkene Eingang, Beweis dafür, wie sehr die Straße angestiegen ist.
  • Die eisernen Balkone der Nachbarhäuser.

Belegt

Das Haus in der Long Street 185 wurde um 1788 gebaut und 1807 von Jan van Bougies und Frans van Bengalen gekauft, die darin die zweite Moschee Kapstadts einrichteten.

Quellen und Nachweise

Achmat Davids, „The Mosques of Bo-Kaap“ (1980); South African Heritage Resources Agency (SAHRA), Eintrag zur Palm Tree Mosque; South African History Online (SAHO), „Islam in South Africa“.

Fotos:

  • Die Palm Tree Mosque, ein grünes Haus mit einer Palme davor, in der Long Street: Discott, CC BY-SA 3.0.

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