Du bist in der Jan-Jan Yokochō, einer überdachten Gasse von etwa 180 Metern Länge und kaum zweieinhalb Metern Breite. Ihr offizieller Name ist Nanyō-dōri, aber so nennt sie niemand.
1Eine Abkürzung mit Geschichte
Die Gasse wurde 1921 eröffnet, um Shinsekai mit dem Viertel Tobita im Süden zu verbinden. Viele Menschen gingen hindurch, und die Geschäfte taten alles, um sie anzulocken. Der häufigsten Erklärung zufolge kommt der Name vom „jan, jan“ der Shamisen, der dreisaitigen Laute, die zu Beginn der Shōwa-Zeit an den Ladeneingängen gespielt wurde. Die Schriftstellerin Hayashi Fumiko trug mit ihrem Roman „Meshi“ aus den frühen 1950er-Jahren dazu bei, den Namen festzuschreiben.
2Kushikatsu und Shōgi
Heute lebt die Gasse von Kushikatsu: Spieße mit Fleisch, Meeresfrüchten oder Gemüse, paniert und frisch frittiert. Man tunkt sie in eine gemeinsame Sauce, woraus sich die goldene Regel von Shinsekai ergibt: nicht doppelt eintauchen. Wenn du mehr Sauce möchtest, nimm ein Kohlblatt als Löffel.
Halte Ausschau nach den Shōgi- und Go-Salons: Nur wenige sind geblieben, aber noch immer spielen Einheimische stundenlang, und Zuschauer verfolgen die Partien von der Straße aus.
Jahrzehntelang galt Shinsekai als heruntergekommenes Viertel. Heute lockt genau diese bodenständige, nostalgische Atmosphäre die Besucher an.
3Worauf du achten solltest
- Die „Nicht doppelt eintauchen“-Schilder an den Tresen.
- Die Shōgi-Salons mit ihren großen Fenstern zur Straße.
- Die alten Schilder am Eingang der Passage.
Belegt
Die Jan-Jan Yokochō, offiziell Nanyō-dōri, wurde 1921 zwischen Shinsekai und Tobita eröffnet und ist etwa 180 Meter lang.
Mündliche Überlieferung
Der Ursprung des Namens im Klang der Shamisen ist die häufigste Erklärung, vom Viertel selbst überliefert.
Quellen und Nachweise
Händlervereinigung der Nanyō-dōri; Hayashi Fumiko, „Meshi“ (1951); japanische Wikipedia, „ジャンジャン横丁“.
Fotos:
- Die schmale überdachte Gasse Jan-Jan Yokochō mit ihren Geschäften: Kotaro (耕太郎), CC BY-SA 4.0.
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