München an einem TagTürme, Könige und Drachen an einem Tag
Fang früh an mit „Das Beste von München“: Frauenkirche, das Glockenspiel am Marienplatz und der Viktualienmarkt, bevor es voll wird. Am Odeonsplatz kehrst du im Franziskaner auf eine Weißwurst ein – die soll ja traditionell das Zwölfuhrläuten nicht hören – und beendest die Route an der Eisbachwelle. Nachmittags führt dich die Geschichtsroute vom Alter Hof zur Feldherrnhalle und auf den stillen Königsplatz. Im Abendlicht folgen die Sagen, von der Asamkirche bis zum Alten Peter; von dort sind es fünf Minuten ins Hofbräuhaus zur Schweinshaxe.
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Am Vormittag
Das Beste von München: von der Frauenkirche zur Eisbachwelle
- Frauenkirche, die Türme über der StadtZwei Backsteintürme mit grünen Hauben, die kein Hochhaus in der Innenstadt überragen darf: Münchens Wahrzeichen entstand in nur zwanzig Jahren.
- Marienplatz, das Herz MünchensEine Säule für eine Stadt, die der Krieg verschonte, ein Rathaus, das wie eine Kathedrale aussieht, und Figuren, die hoch oben am Turm tanzen.
- Viktualienmarkt, der Markt unter freiem HimmelÜber hundert Lebensmittelstände, ein bunter Maibaum und ein Biergarten, in dem abwechselnd das Bier jeder Münchner Brauerei ausgeschenkt wird.
- Hofbräuhaus, das Brauhaus des HofesVon einem Herzog für seinen Hof gegründet, von einem König fürs Volk geöffnet und in halb der Welt bekannt: Münchens berühmteste Bierhalle hat mehr Geschichte als Schaum.
- Odeonsplatz und die gelbe TheatinerkircheEine italienische Prinzessin versprach die schönste Kirche, falls ein Erbe zur Welt käme. Er kam, und München erhielt seine erste italienische Barockkirche, so gelb wie die Sonne des Südens.
- Eisbachwelle, Surfen mitten in MünchenHunderte Kilometer vom Meer entfernt, am Rand des Englischen Gartens, reiten Surfer auf einer Welle, die sich nie vom Fleck bewegt.
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Mittagessen
Probier Weißwurstfrühstück mit Brezn bei Weisses Bräuhaus. Tal 7, Múnich
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Am Nachmittag
Von der Kaiserburg zur „Hauptstadt der Bewegung“
- Alter Hof, die KaiserburgHier wohnte der erste Kaiser mit festem Wohnsitz, und hier begann Münchens Weg zur Hauptstadt Bayerns. An der Ecke, so die Sage, soll einst ein Affe einen kleinen Prinzen entführt haben.
- Max-Joseph-Platz, der Platz des ersten KönigsNapoleon machte aus einem Herzog einen König, und München baute ihm den passenden Platz: einen florentinischen Palast, ein Theater im griechischen Stil und ein Denkmal, das der König selbst nicht wollte.
- Denkmal für Kurt EisnerEin Metallumriss im Gehsteig markiert die Stelle, an der der Mann ermordet wurde, der in Bayern sieben Jahrhunderte Monarchie beendete.
- Feldherrnhalle und DrückebergergasslEine florentinische Loggia für zwei Feldherren, vor der Hitlers Putsch in weniger als einer Minute zusammenbrach. Und dahinter eine Gasse, die zu einem kleinen Akt des Ungehorsams wurde.
- NS-Dokumentationszentrum am Ort des Braunen HausesEin weißer Würfel steht dort, wo einst die Parteizentrale der NSDAP war. Aus seinen Fenstern siehst du die Bauten, die das Regime ringsum errichtete.
- Königsplatz, das Athen Ludwigs I.Ein griechenlandbegeisterter König baute hier drei Tempel. Ein Jahrhundert später pflasterten die Nationalsozialisten den Platz für ihre Aufmärsche mit Granit, und die Stadt brauchte vierzig Jahre, um ihm seinen Rasen zurückzugeben.
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Am frühen Abend
Teufel, Drachen und Wolpertinger: das sagenhafte München
- Asamkirche, die Privatkirche der Brüder AsamEin Künstler baute neben seinem Haus eine Kirche, um vom Fenster aus den Altar sehen zu können. Geweiht ist sie einem Heiligen, der der Legende nach starb, weil er ein Geheimnis bewahrte.
- Michaelskirche, das Grab des MärchenkönigsAm Portal stößt ein bronzener Erzengel den Teufel nieder. Unten in der Gruft liegt Ludwig II., der König, dessen Tod in einem See nie jemand erklären konnte.
- Der Wolpertinger im JagdmuseumEin Hase mit Geweih, Entenflügeln und Schwimmfüßen: Bayern hat sein ganz eigenes Fabelwesen, und in dieser ehemaligen Kirche ist es ausgestopft zu sehen.
- Frauenkirche: der TeufelstrittNeben dem Domportal ist ein schwarzer Fußabdruck im Boden. Die Sage erzählt, der Teufel habe ihn vor Wut hinterlassen, als er merkte, dass man ihn hereingelegt hatte.
- Wurmeck, der Drache am RathausEin Kupferdrache klettert an der Ecke des Rathauses empor. Die Sage sagt, er habe die Pest nach München gebracht; die Quellen deuten darauf hin, dass alles mit einem Familienwappen begonnen haben könnte.
- Alter Peter und die Heilige mit dem JuwelenskelettIn Münchens ältester Kirche liegt, für alle sichtbar, ein mit Juwelen besetztes Skelett aus den Katakomben Roms.
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Abendessen
Probier Schweinshaxe bei Hofbräuhaus am Platzl. Platzl 9, Múnich
